Review

LORDI - Sexorcism10.05.2018

LORDI - Sexorcism

LORDI - Sexorcism

verfasst von Kalle

Neues von der finnischen Monsterfront. Das neue Album Sexorcism ist fertig und bereit gehört zu werden. Die ehemaligen Eurovision Songcontest Gewinner haben sich längst etabliert und gehören zur festen Größe in der Heavy Szene. Nicht nur durch ihre Kostüme sind sie immer wieder in die Gedächnisse zurück gekommen. Ihre Musik ist das, was Lordi so anders macht. Es ist kein total düsterer Death Meal, wie man es von solch Monstern erwarten würde. Es ist auch kein Horrorpunk oder was man sonst mit Monstern in Verbindung bringt. Lordi klingen eigentlich sehr brav und könnten als eine Heavy Version von Alice Cooper durchgehen.

Das war mal wieder meine Assoziation, als ich den Titeltrack "Sexorcism" gehört habe. Nur steckt im Kostüm von Mr. Lordi eben nicht Alice Cooper, sondern eine ganz andere Person. Ich durfte Lordi bereits zwei Mal persönlich betreuen, noch zu meiner Zeit im damaligen K17 Club Berlin, und habe die "Monster" ganz lieb und brav kennen gelernt. Doch legen sie ihre Masken an, verwandeln sich liebe Leute in Heavy Metal spielende Monster. Und jetzt gibt es das neue Album auf die Ohren. Was schon zu Beginn auffällt... Es wird sehr dominant das Keyboard gehört. Entweder liegt das am Mix oder es ist bewusst so gewählt. Das ist ansich nix Neues bei Lordi, doch es fällt hier besonders stark auf.

Ich vermisse in den insgesamt 13 Liedern so ein wenig die Düsterheit, die man von Lordi auch kennt. Es geht flüssig runter, es hört sich gut an, doch man bekommt schnell den Eindruck, das fast jeder Song gleich aufgebaut ist. Die Refrains sind oftmals mehrstimmig, die Gitarrensolos häufig an gleicher Stelle... es fehlt so das Neue und unerwartete. Stark ist die Platte.. lässt sich gut hören, die Liednamen wie "Polterchrist", "The Beast Is Yet To Cum", "Your Tongue´s Got The Cat" oder "Hot & Satanned" lassen viel Spaß zu, wenn man sich die Texte übersetzt. Es ist halt klassisch Lordi. Schöne Riffs - cooler Gesang... doch der große Funke fehlt leider. Eine gute Empfehlung, weil man kann damit nix falsch machen, ist es in jedem Fall, doch man muss leider ein paar Abstriche machen. Ein bisschen mehr Böse und düster hätte es klingen dürfen.


Tracklist

01. Sexorcism
02. Your Tongue´s Got The Cat
03. Romeo Ate Juliet
04. Naked In My Cellar
05. The Beast Is Yet To Cum
06. Polterchrist
07. SCG9: The Documented Phenomenon
08. Slashion Model Girls
09. Rimskin Assassin
10. Hell Has Room
11. Hot & Satanned
12. Sodomesticated Animal
13. Haunting Season

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