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LORD VIGO - Six Must Die10.06.2018

LORD VIGO - Six Must Die

LORD VIGO - Six Must Die

verfasst von Sebastian

Lord Vigo war mir bekannt als Vertreter des Doom Metals. Was ich hier allerdings hörte ließ mich daran zweifeln. Ein oder zwei Lieder waren mir noch vom Vorgänger Blackborne Souls bekannt und dadurch kann man entweder eine Weiterentwicklung oder ein verlassen des alten Genres verstehen. Aber sagen wir einfach: Eine Veränderung, aber es ist ja auch eine neue Platte. Nach einem instrumentalischen Intro welches schön gespielt ist geht es aber auch schon mit dem Album an sich los.

Doom Shall Rise startet und zack, hat es sich schon in die Gehörgänge gemeißelt. Eine Melodie, ein Rhythmus und ein Refrain den man definitiv die nächsten Tage nicht mehr los wird. I Am The Prophecy hält die Latte locker weiterhin so hoch wie sie durch den Opener gelegt wurde. Allerdings musste ich mich hier erst auf den Gesang einlassen. Hier wurde definitiv mit Melodien gespielt und experimentiert. Aber nachdem sich der Gedanke an verworrenen Gesang verpflüchtigt hatte, ist I Am The Prophecy fest auf meiner Playlist verankert. Thul-Rar wartet mit stampfenden Rhythmen auf, die ein heran nahendes Heer erahnen lassen die sich nicht nur mit sechs Opfern zufrieden geben. Das untergemischt Grunzen und Keuchen ließ mich dann jedoch anfangs ein wenig schmunzeln, aber evtl. soll es ja sogar genauso sein.

Mit dem namensgeben Titel Six Must Die lässt Lord Vigo nochmal die komplette Palette an Kreativität los. Mit 13 Minuten Laufzeit ist es ein Song in den viel passt und der so überladen an Stilen ist, das es einfach eine Freude ist ihn zu hören. Jedoch wird er niemals ein Dauerbrenner bei mir sein, dafür ist es mir einfach durch teils fehlende Übergänge zwischen Genrewechseln ein wenig too much, aber auf jeden Fall eine Pflichtnummer vom Album. Wer auf klassischen Heavy Metal, mit nicht viel Doomeinflüssen dafür mit so mancher Spielerei die gerne auch mal mit einem Augenzwinkern versehen sein darf steht sollte blind zugreifen. Man kommt auch relativ schnell mit dem doch etwas andersartigen Gesang von Vinz zurecht. Anfangs war es für mich Gewimmer, doch nach ein paar Durchläufen möchte ich mir Lord Vigo nicht anders vorstellen. Erst diese Stimme macht die Refrains zu echten Ohrwürmern. Gebt dem Album ne Chance, soviel merkliche Spielfreude kriegt man nicht bei jeder Platte durch die Boxen serviert.


Tracklist:

01. Elizabeth Dane
02. Doom Shall Rise
03. I Am The Prophecy
04. Thul Rar
05. Thal-Mun-Rar
06. Evil In Disguise
07. Six Must Die
08. 21 April 1880

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