Review

LIGHTNING STRIKES - Lightning Strikes13.11.2016

LIGHTNING STRIKES - Lightning Strikes

LIGHTNING STRIKES - Lightning Strikes

verfasst von Kalle

Ich hatte ja erst gedacht, dass sich unsere Karla The Fox die Platte für ein Review schnappt, denn das ist Sound der ihr gefallen würde. Nun hab ich es mir geschnappt, denn diese Klänge begeistern mich genauso. Warum? Nun... wenn man die 80er Metalgeneration aus den USA verfolgt, dann kommt man an dieser Band nicht vorbei. Die gibt es nämlich offiziell länger, als ich alt bin. 1985 in Kalifornien gegründet, haben Ligtning Strikes es geschafft nur eine Single auf den Markt zu bringen. Dennoch sorgten sie für große Begeisterung in der Szene. Daran hat sich bis Heute nix geändert und jetzt kommen sie endlich mit einem ganzen Album daher, wenn auch von der Originalbesetzung nur zwei Jungs noch dabei sind. Schlagzeuger Karpis Maksudian hat mit Basser Cat Tate gemeinsam die Band wieder aufleben lasse. Als Ergänzung zu den anderen Mitgliedern stiegen Rob Math als Gitarrist, Sänger Nando Fernandes und Derek Sherinian an den Keyboards mit ein. Heraus kommt satter 80er US-Metal heraus, der mal gleich die Gehörgänge frei macht. Schon nach dem ersten Hören ging mir ein breites Grinsen durch die Kauleiste, weil diese Platte einfach nur so viel Power hat, das man sich wünscht, die etwas mehr als vierzig Minuten Spielzeit würden nicht stoppen und direkt weiterlaufen.

Mit insgesamt elf Songs wartet das erste Full-Length Album auf und bringt euch eine Soundmischung von Rainbow, Deep Purple und Black Sabbath. Es ist so eine Bandbreite, die hier aufgefahren wird, das man als Fan der Musik nur ins Schwärmen kommt. Ob bei dem genialen Intro zu "301 Ad Sins Of Our Fathers" oder der satten Bassspur in "Can´t Cross The Rainbow", die in einem Mega-Gitarrensolo mündet, man kann hier keine Kritik üben. Lightning Strikes schaffen es, mit ihren Songs einfach viel Emotionen zu transportieren. So erwarte ich bei "Fear" auch eine etwas gedämpfte Stimmung, die mich ängstlich werden lässt. Und was bekomme ich? Mystische Töne durch das Keyboard, einen sehr gefühlvollen Gesang und dumpfe Basstöne. Das Tempo wird hier auch auf ein gutes Minimum reduziert, damit es wirklich dieses ängstliche vermittelt. Einfach klasse umgesetzt. Es gibt auch Stücke, wo man sich fragt, ob sich der Gitarrist dort in dem Part nicht eventuell die Finger bricht. Bei "Death Valley" hab ich mich so hin und wieder an eine Mischung aus Van Halen und Deep Purple erinnert gefühlt. Van Halen wegen den kleinen Gitarrenparts und Deep Purple wegen dem Sound des Keyboards.

Das Album hält dann noch die ein oder andere Überraschung für euch bereit. "Doki No Dakura" ist die Einleitung zum Song "Kamikaze". Man sollte Beides auf jeden Fall am Stück hören. "Stay With Me" und "Our Lady" sind dann etwas sanftere Songs, die aber nur auf den letzten Track vorbereiten und der kann als klare Botschaft verstanden werden. "We Don´t Rock Alone". Als großer Fanatiker von Gitarrensolos kommt man hier mehr als auf seine Kosten. Die Botschaft ist klar... Rockmusik bestimmt unser Leben und ist unsere Leidenschaft. Das spührt ihr in den Solos in jeder Note. Einfach grandios! Das gesamte Album ist eine Meisterleistung und ich frage mich, wo die Band es hingeschafft hätte, wären sie nicht so frühzeitig getrennt gewesen. Jetzt hoffe ich auf einen großen Erfolg, weil musikalisch hätten sie ihn absolut verdient!

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1271