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LEAH - The Quest08.10.2018

LEAH - The Quest

LEAH - The Quest

verfasst von Zonic

Wilkommen in der Welt des epischen celtic-symphonic-metal! "The Quest" ist das neue Werk der Sängerin LEAH aus Kanada und hat tatsächlich alles, was man für epische Musik so braucht. Das Album beginnt bereits mit dem mystischen Albumtitel, der mal eben 10 Minuten lang ist und als Einstimmung auf das restliche Album alle musikalischen Elemente einmal vorführt. Neben der klassichen Bandformation aus Drums, Bass und Gitarren gibt es das Genretypische Keyboard, Orchesterarrangements und keltische Flöten zu hören.

Letztere wurden von niemand geringerem als Troy Donnockley eingespielt - seines Zeichens seit jüngerer Zeit Mitglied bei Nightwish. Auch die weiteren Musiker, die mitgewirkt haben verdienen wohl genannt zu werden: Barend Courbois, Bassist bei Blind Guardian, sorgt auch hier für das richtige Fundament - gemeinsam mit Sander Zoer (Ehemals Delain) an den Drums und Percussions. Timo Somers (Delain) spielte die Gitarren ein; Chen Balbus (Orphaned Land) steuerte die arabische Laute und türkische Saz bei, die dem Album in Kombination mit einigen Harmonien einen leicht orientalischen Touch verleihen. Dieser bleibt jedoch weitestgehend im Hintergrund und lässt den keltischen und mystischen Elementen den Vorrang.

Ich kann sehr wohl behaupten, dass dies ein sehr gelungenes internationales Projekt geworden ist. Bereits beim ersten Hören wird man in eine völlig andere Welt getragen; fast nach Mittelerde würde ich sagen. Musikalische Akzente sind geschickt gesetzt und im Mix angemessen berücksichtigt worden, sodass die komplette Platte einen sehr runden, fast schon weichen Klang hat, ohne dabei die Musik zu schmälern. Leahs Stimme kommt teils engelsgleich leicht, teils bombastisch laut daher; genau wie es dem jeweiligen Titel entspricht. Ich kann nicht einmal einen Favoriten wählen, denn das wäre der Platte gegenüber nicht gerecht. Alle Songs sind mit feinster Sorgfalt und Liebe zum Detail musiziert und das macht dieses Album sehr besonders. Eine absolut gut durchdachte Platte! Für Fans des Genres definitiv ein Tipp! Das einzig bedauernswerte daran ist, dass man Leah leider nicht live sehen kann, da sie momentan ausschließlich als Studiomusikerin arbeitet und nicht tourt. Ich hoffe, das ändert sich, damit man dieses musikalische Spektakel auch einmal live genießen kann.


Tracklist:

01. The Quest
02. Edge of Your Sword
03. Lion Arises
04. Heir
05. Ruins of Illusion
06. Labyrinth
07. Abyss
08. Oblivion (Between Two Worlds)
09. Ghost Upon a Throne
10. The Water Is Wide

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