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KOLLISIONSKURS - Egal was kommt12.02.2016

KOLLISIONSKURS - Egal was kommt

KOLLISIONSKURS - Egal was kommt

verfasst von Karla the Fox


Freunde, holt das Dosenbier und lasst es zischen. Versammelt euch auf hölzernen Bierbänken und dreht die Anlage auf. Wenn Egal was Kommt von Kollisionskurs da raus dröhnt, macht ihr was richtig. Und sonst? Macht ihr auch nichts verkehrt, aber naja, auch nicht wirklich mehr. Es gibt hier eine vierköpfige Band, die unter dem Namen Kollisionskurs und mit Totenkopf- und Flammenlogos unterwegs ist. Sie bestehen seit 2011, das hier dürfte ihr zweites Album sein. Deutschrock steht drauf - und Deutschrock ist drin. Mitsingbar und halb-sentimental. Aber nicht dieses Female-fronted Zeugs a la Silbermond, Die Happy oder Juli... sondern alles Jungs, junge Männer mit kurzen Haaren zwischen Bierernst und Partylaune und vielem was in ihrem Kopf umherspukt und was sie mit der Welt teilen wollen. Erklären sie wunderbar in "Keine Zeit für Revolutionen". Da treffen sie einen Nagel auf den Kopf, man macht immer viele Pläne und würde die Welt so gerne verändern, aber letztendlich kann man nicht viel mehr dazu beitragen, als diese Meinungen zum Beispiel in Form von Musik rauszutragen.

Das hört sich hier recht unverfangen an und so ist's auch. Der Sound der Band ist nicht von schlechten Eltern, sehr schönes Gitarrenspiel und ja, das klingt alles wirklich sehr rund und prägt sich ein und so. Das hilft den Jungs dann eben, in die Playlisten all jener zu kommen, die in sich auch die großen Philosophen des alltäglichen Lebens sehen. Das passt alles gut zusammen. Wie soll man das sagen? Kollisionskurs liefern saubere Musik für losgelöste Stimmung und Abende, an denen leichte Alkoholpegel zum sich Beschweren und zum das Leben lieben führen. So Abende mit Freunden, bei denen es nicht schick sein muss. Dann erkennt ihr wer "Freund und Feind" ist, dass man manchmal über seinen "Schatten" springen muss, um glücklicher zu werden und dass vor allem "Sterbende Legenden" irgendwas richtig gemacht haben müssen.

Wenn die Sonne endgültig untergegangen ist, macht euch die Pianoversion von "Nichts was mich noch hält" melancholisch...bis die Sonne wieder aufgeht und die ersten Leute schon wieder zur Arbeit müssen. Die Erde dreht sich weiter, Liebeskummer hin oder her. So ist es, das Leben. Die richtige Hintergrundmusik dafür lässt sich so leicht finden und jeder kann mitsingen und am Ende erleben wir doch alle das gleiche. Versteht ihr, was ich meine?

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