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KATARINA GUBANOVA - Replays by Miss Key17.12.2017

KATARINA GUBANOVA - Replays by Miss Key

KATARINA GUBANOVA - Replays by Miss Key

verfasst von Kalle

Es gibt von vielen Songs immer Leute, die der Meinung sind, sie müssten manch Klassiker oder Welthit oder einfach was covern, nur damit sie Aufmerksamkeit bekommen. Bei den Meisten ist es dann nur halbwegs okay oder es ist zu nah am Original und hat wenig mit Besonderheit zu tun, woran man sich evtl. erinnert. Jetzt liegt mir eine EP vor, wo ich definitiv sagen kann: Daran erinnert man sich!

Denn wenn harte Riffs und schmetternde Drums plötzlich sanft und zerbrechlich klingen, dann erzeugt das eine komplett andere Stimmung. Miss Key, alias Katarina Gubanova, ist eine solche Person, die sich an Cover von Songs wagt, die im Gedächnis bleiben. Ich habe beim aussortieren meiner Mails nur in einen Song gehört und sofort gewusst, da will ich mehr von mitbekommen, weil das so fantastisch ist. Die in Berlin lebende Musikerin ist eine grandiose Pianospielerin. Was sie an den Tasten anstellt, das hat mich echt weggehauen.

Der Song, den ich zuerst nur wenige Noten lang hörte, war von Amon Amarth. Nun sind die Schweden für deftige Sounds bekannt und man könnte sich Amon Amarth Tracks ohne die Stimme von Johan Hegg und ohne diese brachiale Wikingerkraft nicht vorstellen. Es geht aber. "Guardians Of Asgaard" ist der ausgewählte Song auf dieser EP und ihr werdet von der Art und Weise, wie sie diesen Song interpretiert begeistert sein.

Gleiches gilt für den zweiten Song, der von Arch Enemy stammt. "No More Regrets" hat schnelle und melodische Riffs und lässt jeden Gitarrenfan dahin schmelzen... dieses unvergleiche Tempo und die Stimme von Alissa... hauen einfach sofort um. Diesen Sound jetzt sich als Pianoversion allein nur vorzustellen ist eigentlich nicht möglich. Es ist aber sowas von geil gemacht. Es wirkt, trotz der schnellen Tastentöne, extrem beruhigend und fesselnd. Das habe ich echt nicht erwartet.

Die nächste Nummer ist von Satyricon und nennt sich "Phoenix". Die Band ist für ihre Schwerfälligkeit und die düsteren Songs bekannt. Man merkt dies in den Tastentönen sofort wieder, das hier eine komplette andere Stimmung herscht und ich hab tatsächlich Gänsehaut bekommen. Man ist komplett von dem Sound gefesselt. Kein Schlagzeug, kein Bass... einfach ein Piano perfekt gespielt. Es klingt fast wie eine Filmmusik.

"Vermillion Pt. 2" hat ein cooles Musikvideo und stammt aus der Feder von Slipknot. Die maskierten Herren haben mit dem Song eine tolle Ballade geschrieben. Man wird bei den Tönen auf dieser EP noch einmal in eine andere Welt entführt. Das was man hört und dabei empfindet, das ist so schwer in Worte zu fassen, weil man wirklich geflasht ist.

Die Dänen von Volbeat haben es mit ihrer coolen Nummer "Vor Evigt" als letzten Track auf die EP geschafft. Hier wird das Tempo wieder etwas angezogen, und man könnte diese Version wirklich für Karaoke oder so nehmen. Natürlich bräuchte man die passende Stimme dazu und das Tempo müsste eventuell etwas angepasst werden, aber das ist jetzt zuviel Spielerei. Diese Instrumentalversion auf dem Piano hat wirklich Power und man kann sich das Original gut dazu vorstellen.

Im Gesamten fand ich es schade, das die EP nach fünf Songs zu Ende war. Ich war und bin es noch immer, gefesselt von dieser Perfektion in den Interpretationen. Eine Person erzeugt mit einem Instrument komplett andere Sichtweisen auf manch Lieder und schreckt nicht davor zurück, schnelle Nummern oder Balladen einen ganz anderen Touch zu verpassen. Grandioses Werk und ich will mehr davon erleben!

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