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J.B.O. - 1129.06.2016

J.B.O. - 11

J.B.O. - 11

verfasst von Kalle

"Eins, Zwei, Drei, Vier - alle da... los gehts!" - Ein neues Album von J.B.O. ist immer wieder wie ein Überraschungsei: Wie sind die Songs, die Texte, die Melodien und die Neuinterpretationen geworden, die da aus Erlangen in die weite Welt gehauen werden. Um es kurz zu fassen: GEIL! Das Album "11" ist, und ich greife jetzt schon das Fazit vor, mit das stärkste Album der letzten Jahre. Und das Hannes, Vito und Co. das Blödeln im Blut haben, wie sie Metal verkörpern, ist ja nun schon seit Jahren bekannt. Dennoch erfinden sie sich immer wieder neu und bleiben dennoch in ihren Wurzeln. Man kann sie mögen oder lieben, aber sie lassen sich "das Blödeln nicht verbieten". Richtig so. Der Auftakt der Platte ist grandios gewählt und zeigt gleich mal wieder die musikalischen Qualitäten. Schön flotter Metal.

Und bei J.B.O. wird nicht nur gemoshed und geheadbangt... ihr könnt auch den "Pancer Dance" tanzen. Schon als ich den Song das erste Mal hörte, hatte ich direkt ein Ohrwurm. Man kennt diesen Song ja als "Burger Dance" von DJ Ötzi und der geht halt einfach ins Ohr. Die Version von J.B.O. gefällt mir aber unendlich besser, weil sie hier mit einer sehr lustigen Sache abrechnen. Ich sage nur Maschinengewehr. Achtung... hier ist Mitsinggefahr im Refrain garantiert. Dann kommt ein Track, den habe ich sicher über 40 Mal gehört und jedes Mal lauter gemacht, weil dieser Song einfach eine Hymne ist. "Metaller" nennt er sich und er spricht quasi jedem Metalhead so richtig aus der Seele. Hier gehen euch die Riffs so richtig in die Knochen und den Song könnt ihr nur laut hören. Bei "Ich Hätt Gern Mehr" musste ich in der ersten Strophe erst einmal überlegen, was die Jungs mir hier erzählen wollen. Als dann aber der Refrain kam, ist der Groschen gefallen. Allerdings... FSK 16 :D

Das J.B.O. für so manch Hymne bekannt sind, ist ja nicht so neu... allerdings haben sie jetzt wohl einer der Festivalhymnen geschrieben: "Wacken ist nur einmal im Jahr". Wer schon einmal auf dem Festival gewesen ist, der kann den Inhalt bestätigen. Ob es die Melodie eines Schlagersongs hätte sein müssen? Ja... weil sonst funzt der Song ja nicht. Schön mitgröhlen! "Verliebt" ist eine so mittelmäßige Nummer, die jetzt nicht so umhauend ist. Geschichtlich wird es auf "11" ebenfalls mit dem Song "Jetzt ist halt Heut". Ein wenig über die Geschichte von J.B.O.. Zur nächten Nummer hätte es gepasst, wenn sie fünf Minuten lang gewesen wäre, denn sie nennt sich "Fünf Minuten" und hat sehr viel Witz im Text. "Har Har Har" - mit der Melodie von einem ZZ Top Klassiker, erzählt ein wenig von einem Club und was da so abgeht. Sehr groovige Nummer. Doch den größten Groove hat eindeutig der "Nürnberg Groove". Als ich den Song zum ersten Mal hörte, waren meine Ohren sowas von gespitzt, weil ich das Original "New York Groove" so liebe. J.B.O. geben der Melodie noch die gewisse Härte und trotz des leicht fränkischem Akzents, kann man hier sehr gut verstehe, was da in der Stadt so abgeht.

"Söderla" ist wieder eine Abrechnung mit der Politik, für mich aber der schwächste Song der Platte, weil ich mit der Aufmachung nicht viel anfangen kann. Da brauch ich lieber den "M.F.N. For J.B.O". - die letzte Nummer der Platte geht richtig gut runter und lässt euch mit dem Kopf nicken. Was die Platte zudem so stark macht, sind die Einspeiler wie die "Autowerkstatt" oder die "Alkoholprobe". Diese witzigen Einspieler sind typisch für die Jungs. Übrigens... ihr werdet die Metalschlümpfe wieder auf dem Album entdecken. Und zum Schluss noch eine Info.. wenn der letzte Track vorbei ist... nicht ausmachen sondern laufen lassen. Den Grund dafür werdet ihr hören.

Also... "11" ist saustark geworden, toller Sound... schöne Trackauswahl und ein Highlight der Bandgeschichte. Und mal sehen ob McGyver wirklich Stagediver ist :D Ich dreh noch einmal eine Runde mit der Platte und kann sie euch nur wärmstens ans Herz legen!! Danke an die Erlanger für das Machtwerk.

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