Review

JADED HEART - Devil's Gift10.03.2018

JADED HEART - Devil's Gift

JADED HEART - Devil's Gift

verfasst von Sebastian

Ganz weit hinten versteckt sich eine kleine Erinnerung an den Namen Jaded Heart, gesehen noch nie, gehört aber schon. Und das ich mich evtl. nicht mehr wirklich erinnere wird bei dem Blick auf die Karriere bzw. die Releases schnell klar. Mit Devil's Gift handelt es sich nämlich schon um das 13. Album der deutsch / schwedischen Melodic Metal Band (eine Priese Hard Rock ist auch dabei). Und man stellt eines Fest: 23 Jahre Bandgeschichte mit einigen Besetzungswechseln haben etwas Kleines aber Feines hervorgebracht.

Denn nicht nur in das Cover der Platte, auf dem uns ein nicht so freundlich gesinnter Clown in voller Farbpracht angrinst, wurde viel Liebe gesteckt, sondern definitiv auch in die Produktion des Albums an sich. Jeder Song ist perfekt abgemischt. Das wird schon zu Beginn der Platte deutlich. Die Opener "Wasteland" und "The Enemy" setzen mit rhythmischen Drums ein, zu denen sich die etwas tieferen Riffs gesellen.

Einprägen tun sich diese Songs nicht nur durch die Melodien, sondern vor allem durch den Chorus. Bei "Wasteland" besticht dieser durch viele Ohohooos. Nicht sonderlich einfallsreich, aber es funktioniert. Während "The Enemy" trägt der Chorus nicht nur zum Refrain bei, sondern führt auch während der Strophen eben solche fort. Melodic Metal wie er sein soll und somit ein guter Einstieg ins Album. Also Zeit das Tempo mal zu erhöhen. Das geschieht mit "Set Free" und "Scream Of Anger" recht gut. Ersterer besticht durch ein paar fein gespielte Solos die dem Song eine gute Auflockerung bieten. "Scream Of Anger" hingegen streut vereinzelt auch ruhigere Parts ein und bietet gegen Ende ebenfalls ein Solo, welches für mich gerne hätte länger sein können. Mit "Tears Of Our World" geht es etwas minimalistischer zur Sache. Keine Experimente, sondern eher monotonere Melodien sorgen mit einem ebenfalls ruhigeren Gesang für einen kleinen Stimmungswechsel nach den ersten paar Stücken.

Kommen wir zu meinem zweit liebsten Song "Phoenix". Tolle Gitarrenarbeit, ein teils etwas rauerer Gesang und ein schönes Solo am Ende, alles richtig gemacht. So geht es bis zu "Coming Home" auch weiter. Genannter Song legt aber mal wieder einen Break ein und holt einen etwas runter während ein schöner Refrain gepaart mit abgehackten Drums einen durch den Song tragen. Gegen Ende kommt mit "Final Moment" nochmal ein richtig starker Song, ebenfalls keiner der aufs Schädel schütteln abzielt aber einfach perfekt ausgearbeitet ist. Ein Start wie eine Ballade, ein kleiner Cut, der den Song langsam etwas rockiger und metallastiger werden lässt. Mit zwei Solos dazu zeigen Jaded Heart einfach nochmal was sie so können. In grob die gleiche Kerbe schlagen dann auch die beiden Bonus Tracks, auf die sich die Käufer der Digipak Edition freuen können. Meine Anspieltipps für Interessenten sind jedenfalls "Set Free", "Phoenix" und "Final Moment". Die Scheibe brauchte ein wenig um bei mir zu zünden aber das Probehören für diesen Text hat sich gelohnt!

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