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INISHMORE - The Lemming Project03.02.2016

INISHMORE - The Lemming Project

INISHMORE - The Lemming Project

verfasst von Kalle

Es soll echt Alben geben, die mich sehr spalten und hier kommt wieder so ein Werk: The Lemming Project von den Schweizern Inishmore. Die Band, ursprünglich gegründet 1997, hatte viel durchgemacht mit Auflösungen, Neugründungen, Umbesetzungen und jetzt doch wieder ein Durchstartversuch. Man hat eine Besetzung gefunden und das Album gemacht. Inishmore ist übrigens auch eine Insel, die zu Irland gehört und ich weis nicht, ob die Band nicht evtl. dort hingehört oder die Berge das bessere zu Hause sind.

Denn musikalisch gefällt mir das ganz gut, was dort aus den Boxen kommt, doch was den Gesang angeht... da bin ich echt hin und her gerissen. Das ist natürlich jetzt wieder Geschmackssache, doch wenn man in der Beschreibung zum Album liest man hätte es mit Power Metal zu tun, dann erwarte ich doch auch genau das. Leider kommt das weder im Gesang noch in der Musik so wirklich rüber. Wobei ich lobend erwähnen muss, das die Arrangements zwischen den Riffs und den Keyboards echt gut sind und mir hier und da sehr gefallen. Aber was zum Henker hat das mit Power Metal zu tun, wenn man doch überwiegend im Midtempo singt? Wo ist da die Power? Stattdessen kommen da plötzlich andere Elemente, wie durch eine Art Megafon singen zu Tage.

Klar ist auf alle Fälle, das Inishmore eben keinen so typischen Themen wie im Power Metal üblig angehen und sich mehr auf sozialkritische Bereiche konzentriert haben. Aber ob das so passend im "Power Metal" ist? Puuuh... ich bin mir da nicht so sicher. Ich glaube man sollte die Band vielleicht anders ansiedeln und weg von dem Begriff Power Metal kommen. Metal ist auf alle Vorhanden, das steht außer Frage, doch irgendwie ist es mir allein durch die Gesangslinien zu düster wirkend. Mir fehlen hier so die epischen Keyboardparts um wirklich Power Metal sagen zu können. Klar, das wird man hier nicht so häufig bekommen, weil man eben thematisch nicht darauf eingeht, das es passen könnte. Doch die Band beweist in ihrem über zwölf Minuten Track "The Lemming Project", das es möglich ist.

Dennoch.. mein Songs der Platte ist hier klar die Ballade "Where Loneley Shaodws Walk". Da steckt schön viel Gefühl drin, die Geige ist super eingesetzt, stimmlich ist hier alles passend und das ist rund und schön. Beim Rest bleibe ich auch nach mehrmaligen Hören wirklich sehr gespalten. Vielleicht bin ich daher so kritisch, weil dieser Begriff Power Metal in mir eben diese typischen Themen und ähnliches aufruft und mir eben nicht das vorstellen kann, wie es Inishmore hier spielen. Klingen tut es gut, aber weg vom Gedanken ihr bekommt Power Metal. Nennt es anders und man kommt vielleicht besser damit klar, denn so wird das Viele erst einmal verwirren. Man kann sagen... die Band hat sich Mühe gegeben, das Album ist gut produziert und klingt sauber, aber ich bin glaub ich zu Drachenverseucht, wenn es um Power Metal geht.

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