Review

INFERNAL TENEBRA - As Nations Fall11.01.2016

INFERNAL TENEBRA - As Nations Fall

INFERNAL TENEBRA - As Nations Fall

verfasst von Kalle

Wenn ich als Genrebezeichnung lese: Death / Thrash - dann denke ich unweigerlich an eine Mischung aus Children Of Bodom und Exodus. Fragt mich bitte nicht wie ich darauf komme, doch so ergeht es mir ständig, das ich bei solchen Mischgenres immer irgendwelche mir bekannten Bands zusammentue und mal schaue ob die Erwartungen an das Genre und der dann folgenden Band der Mischung entsprechen oder ich komplett anders überrascht werde.

Die nun folgende Band Infernal Tenebra stammt aus Kroatien, wo ich ehrlich gesagt aus dem Stand keine Band kenne, die von dort kommt. Es ist ihr jetzt viertes Album das über Massacre Records erscheint und hat eine Spiellänge von mehr als 40 Minuten. Soweit die ersten Facts, doch wie klingt jetzt diese Mischung aus Death und Thrash in der Praxis?

Es ist ein Geballer der feinen Sorte, das viele Einflüsse zum Vorschein bringt. Und ich lag mit meiner Mischung aus Children Of Bodom und Exodus gar nicht so falsch. Denn der Klang der Platte hat tatsächlich die Melodien mancher COB Songs und die Aggressivität und Schnelligkeit einiger Songs der Herren von Exodus. Gesanglich würde ich da jetzt gar nix zu mischen wollen, weil gerade in dem Genre ist es schwer die Stimmen zu unterscheiden. Wobei Sänger und Rhytmusgitarrist schon eine sehr markante Stimm- und Gesangsart hat. Er kann die tiefen und growligen Töne treffen und halten, wie aber auch im Cleargesang überzeugen. Ich höre nicht oft Death Metal, weil mir persönlich oft der Gesang auf den Sack geht. Hier ist es komischerweise so, das ich das sogar echt geil finde, weil das Geballer der Musiker und die Stimme oftmals gut passen. Ist natürlich auch nicht leicht, für einen Sänger bei solch tiefen Tönen und dem schnellen Tempo mitzuhalten, doch waas Darko hier singt, das überzeugt schon ordentlich.

Eine Passagen in den Tracks sind wildes Durcheinander, was die Fans des Genres sicher lieben werden, mir fehlt da dann immer ein wenig die Struktur. Doch hört man die Platte mehrfach, dann fällt das irgendwann nicht mehr auf und es fügt sich ineinder. Merke - ich sollte öfter in das Genre eintauchen, dann raff ich sowas auch nach nur drei Mal hören und nicht erst nach sieben Mal. Es sind Kracher mit dabei, die definitiv bei mir Eindruck gemacht haben und auch das Gesamtpaket stimmt. Toller Mix, schöne Arrangements und im großen und ganzen echt coole Platte. Kann ich also gerne und mit gutem Gewissen empfehlen. Das hat was, was hier durch die Boxen scheppert.


Tracklist:

1. The Seventh Seal
2. Catharsis
3. Suspension Of Disbelief
4. As Nations Fall
5. Cross The Line
6. Legally Insane
7. The End Justifies The Means
8. The Serpents Crawl
9. Black Sun

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