Review

INCANTATEM - Animus Et Anima10.05.2018

INCANTATEM - Animus Et Anima

INCANTATEM - Animus Et Anima

verfasst von Kalle


Ich bin bei der Platte etwas verwirrt gewesen, hab ich die Beschreibung gelesen und das Plattencover dazu gesehen. Folk Metal / Heavy Folk-Rock und auf dem Plattencover ist ein düsteres Schiffswrack und ein verlorenes Mädchen zu erkennen. So ganz konnte ich mir also nicht vorstellen, was mich und auch euch erwarten würde. Schaut man dann aber nach der Bedeutung bzw. Übersetzung des Albumtitels und vereint das dann mit den Songs, so kommt man ganz schnell auf einen passenden Zusammenhang, hat das Album viel mit der Seele zu tun. Wer jetzt aber auf sanfte Klänge hoft, der liegt hier total daneben. Das Album hat es mächtig drauf.

Wie könnte man die Musik beschreiben... Subway To Sally trifft auf Eisbrecher, gemischt mit einem Hauch Vogelfrey und In Extremo. Damit liegt man musikalisch ungefähr in der Ecke, die euch bei Incantatem erwartet. Das mit Vogelfrey war übrigens bewusst genannt, spielt Johanna von Vogelfrey in der Formation mit. Insgesamt besteht die Hamburger Band aus sechs Mitgliedern. Neben harter Gitarre, satten Bass und fetten Drums kommen hier Dudelsack, Flöten, Cello, Rauschpfeife und Co. zum Einsatz. Die Mischung aus dem sehr harten Metal und den sanften Folk-Melodien gelingt der Band enorm gut. Man versucht nicht zu klingen, wie viele Bands vor ihnen, sondern sie schaffen tatsächlich ihren eigenen Sound.

Dieser ist auf dem Album düster gehalten, was einfach auch passt, denn Malte hat eine dazugehörige Stimme, die sehr tragend das Album durchzieht. Das Gesamtbild haut einfach sehr gut hin. Und die Texte sind sehr tiefgründig, was ich wichtig finde, wenn es um das Thema Seele geht. Man hat sich hier wirklich gute Gedanken gemacht und das optimal umgesetzt. Egal ob harte Strophenparts oder melodische Refrains ... Malte ist sehr variabel im Gesang. Gleiches gilt für die anderen Bandmitglieder, die hier liefern. Das Album gefällt von der ersten bis zur letzten Note. Sogar an den Folk und dem damit gern verbundenen Trinken wurde gedacht - "Trinkt aus" dürfte auf manch Feste zur etablierten Hymne werden. Würde ich Noten verteilen: 9 von 10.


Tracklist:

01. Das Leben
02. Aus meiner Haut
03. Kein zurück
04. Einsame Rache
05. Mara
06. Spring Püppchen
07. Trinkt aus
08. Sehnsucht nach der Fremde
09. Stummer Schrei
10. Lied von Tod und Krieg
11. Einsame Rache (Bonustrack) [Acoustic Version]

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