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HEAVENS DECAY - The Great Void Of Mystery13.11.2016

HEAVENS DECAY - The Great Void Of Mystery

HEAVENS DECAY - The Great Void Of Mystery

verfasst von Kalle

Es ist interessant, wie vielseitig manch Musiker und speziell Sänger sein können. Julio Vitberbo ist dabei ein gutes Beispiel. Der Spanier sang unter anderem in Tormentor, Shub Niggurath oder The Chasm mit und dies waren zum größten Teil alles Death Metal Bands. Jetzt kehrt der Spanier zurück zu seinen Wurzeln und bedient sich dem Heavy Metal. Und das macht er durchaus verdammt gut. Heavens Decay entstand 2015 als Idee und jetzt steht das Debüt bevor, mit dem Album "The Great Void Of Mystery". Es ist ein grandioses Album, was jedem Heavy Metal Fan das Herz höher schlagen lässt. Es besinnt sich auf klassischen Sound, ohne große Effektspielerein. Man hat sich auf die NWOBHM Szene eingeschossen und so ist es nicht verwunderlich, das man hier Einflüsse von Judas Priest oder Iron Maiden hört. Ich würde sogar noch eine Runde Grave Digger mit dazu packen, denn so kratzig und rauchig die Stimme von Julio ist, kommt sie der von Chris Boltendahl sehr nahe.

Euch erwarten insgesamt neun Tracks, die so manch Überraschung bereit halten, sich aber im Gesamten auf die Grundlagen des Heavy Metal´s besinnen. Coole Riffs, kräftige Drums und eine passende Voice. Man nimmt den Spaniern die Musik ab, die sie machen. Wenn ich ein Songnamen wie "Thunder Of The Guns" lese, dann erwarte ich auch, das hier ein Gewitter auf mich einprügelt. Es muss nicht in der Schnelligkeit liegen, es reicht mir die Kraft zu spüren. Und das schaffen Heavens Decay ganz ordentlich. Generell ist diese Album mehr auf Midtempo aufgebaut, als das es totale Schnelligkeit bevorzugt. Der Song "The Exile" bildet da eventuell eine Ausnahme, denn er ist mit am flottesten unterwegs und sorgt auch bei mir für das ein oder andere Schreibtischheadbanging. Am Meisten hat mich die Band aber mit dem letzten Track bekommen. Der geht etwas mehr als neun Minuten und nimmt euch auf eine Reise der Musik mit. Von ruhigen und sanften Tönen, bis zu schmetternden Riffs, epischen Vocals bis zu einfacher Gänsehaut ist alles dabei. "Endless Fire" solltet ihr euch wirklich in Ruhe geben, denn dieser Song wird euch in seinen Bann ziehen.

Das kann man definitiv vom gesamten Album sagen, denn es ist wirklich gut gemacht. Hier kann man ganz klar sagen, das sich der Genrewechsel ins Positive ausgewirkt hat und eine richtige Entscheidung gewesen ist.


Tracklist:

1. Intro
2. Born Of Fire
3. Where Ravens Fly Free
4. Thunder Of The Guns
5. Ritual Site
6. Witches Pray
7. Reaper In Wait
8. The Exile
9. Endless Fire

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