Review

HAVEN - Shut Up And Listen09.02.2016

HAVEN - Shut Up And Listen

HAVEN - Shut Up And Listen

verfasst von Kalle

Wenn ich ein Review verfasse, höre ich meist zuerst in einen Song rein. Dieser ist oftmals in der Mitte des Albums. Das mache ich daher, damit ich mir meinen ersten Eindruck hole und oftmals ist in der Mitte der Platte der Track der stärkste Song. Bei Haven habe ich Gleiches getan und mein erster Eindruck war... wer hat bei Axel Rudi Pell auf einmal Härte reingebracht? Denn Haven aus Schweden klingen mit ihrem Melodic Heavy Rock fast nach Axel Rudi Pell, nur eben kräftiger. Und ganz ehrlich... auch nach mehrmaligen Hören gefällt mir die Platte richtig gut.

Am besten hat mir ja schon der Albumname gefallen.. einfach mal knallhart "SHUT UP AND LISTEN". Also... hinsetzen und zuhören. Macht sich bei zehn Songs auch für einen gewissen Zeitraum ganz gut. Man spielt hier mit verschiedenen Einflüssen auf dem Album. So hört man schon im zweiten Song (Land Of Desolation) ein paar Keyboardklänge, die fast wie von einem scratchenden DJ stammen könnten. Im gleichen Track ist aber gleichzeitig ein so starkes Gitarrensolo, was sich in dem Chaos an Sound gut durchmogelt. Diese leichten elektronischen Klänge behält man gerne bei, man gibt aber auch dem Bass viel Raum zur Entfaltung. Besonders bei "Hysteria" werdet ihr es vernehmen, was der Bass für eine Wirkung haben kann. Richtig genial find ich die Stimme von Patrick Cross, die eben den Vergleich mit Axel Rudi Pell ausmacht. Deren Sänger Johnny Gioeli hat eine ähnliche Stimme und kann manch Wörter so melodisch in die Länge ziehen, wie es Patrick macht.

Aber nicht nur an den Sänger von Axel Rudi Pell reicht die Stimme ran. In "Catch" dachte ich an manchen Passagen, hier sing Tobias Sammet (Edguy / Avantasia). Das ist ein großer Lobesstempel für die Stimmvariation von Patrick, auch wenn sie hier und da vielleicht mal etwas zu hoch gegriffen ist. Ein absoluter Anspieltipp ist "Living Our Dream". Bitte hört euch den Track mit guter Lautstärke und guten Bassboxen an. Die Drumline... gerade was die Bassdrum angeht... alter Verwalter... wie geil man die raushört und wie druckvoll sie ist. Absolut genial gemischt!! Was aber die Platte zu einem echten Highlight macht, das sind die Gitarrensoli von Mark Hosri. Der scheint sich manchmal die Finger zu brechen, so klingt es. Es gibt kein Song, wo ich nicht bei den Soloparts Gänsehaut bekam.

Insgesamt ist die Platte sehr kraftvoll und mit viel Power ausgestattet. Die Stimme kommt hier und da etwas zu hoch rüber, doch im Gesamten ergibt das ein wirklich schönes Werk, was weder Langeweile aufkommen lässt oder zu perfekt ist. Da haben die Schweden wirklich mal ein Sound erschaffen, den man so schnell nicht nachmachen kann. Die Frage ist... wie wird es live klingen und was macht die Stimme dann. Die Jungs von Haven sollte man im Auge und im Ohr behalten.


Tracklist:

01. CRIMINAL
02. LAND OF DESOLATION
03. HYSTERIA
04. CATCH
05. GONE
06. BALLS
07. LIVING OUR DREAM
08. SHOT FROM BEHIND
09. LICKING ON THE WALL
10. WARLORD WARRIOR

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