Review

GUARDIANS OF TIME - Tearing Up The World04.10.2018

GUARDIANS OF TIME - Tearing Up The World

GUARDIANS OF TIME - Tearing Up The World

verfasst von Kalle

Verflixt und zugenäht. Es gibt echt Bands, die ich noch nie gehört habe, obwohl sie mein Genre bedienen und schon seit mehr als 20 Jahre existieren. Ein gutes Beispiel sind dafür Guardiens Of Time. Die Norweger gibt es bereits seit 1997. Gut... es ist jetzt in der Zeit erst ihr fünftes Album, das erscheint, dennoch ärgere ich mich ein wenig, das sie mir noch nicht vorher untergekommen ist. Oder ich hab sie mal gehört und bei der Masse einfach vergessen. Den Fehler mache ich nicht noch einmal, denn was ihr von den Norwegern geboten bekommt, das ist mal extrem geiler Heavy / Power Metal.

Drei Jahre sind jetzt nach dem vierten Album vergangen und man hat sich viel überlegen müssen, weil das "Rage And Fire" Album wohl eine Macht war, wenn ich der Bandbiographie Glauben schenken darf. Jetzt also das fünfte Werk. Mich überzeugt ja schon allein der erste Eindruck, als ich das Cover gesehen hab. Dieser Totenkopfrömer, der gerade einen Kopf abtrennt, dahinter satte Flammen, leuchtende Augen und Funkenflug... das ist schon geil! Allein der Bandschriftzug lässt erahnen, das hier kein Death Metal gespielt wird. Zudem die Farbkombi der leicht bläulich leuchtenden Rüstung und dem düsteren Feuereindruck, ist ein Indiz für eines meiner Lieblingsgenre. Ja ich hab ein paar Lieblinge, doch wer mich kennt, der weis.. wenn es schnell und melodisch ist, dazu schön harmoniert, dann schmelze ich förmlich dahin und kann nur genießen.

Na was für ein Zufall das Guardians Of Time genau solch ein Genre bedienen und das Album elf solch toller Tracks zu bieten hat. Schon der Opener "Tearing Up The World" ist so ein Song, der einfach nur Bock macht. Hohes Tempo, keine übertriebenen Spielerein, grandioses Solo und dazu noch mit Abbath ein paar Gäste. Was will man mehr. Man könnte den Song direkt in Dauerschleife laufen lassen, der wird nicht langweilig. Er wird einfach nur mächtiger. Es gibt da aber noch zehn weitere Songs, die auf ein Gehör warten. "Raise The Eagle" ist Track Zwei und wird von einem sanften Keyboardintro eingeleitet. Dem gesellen sich dann erst ein paar Riffs und dann schön schnelle Drums dazu. Was mir gefällt ist die Variabile des Sängers Bernt Fjellestad. In den Strophen hat er eine sehr rauhe Stimme und dann packt der auf einmal Höhen aus und ein paar Screams, dazu diese etwas düsteren Gitarren - bäm.. ich schmelze dahin. Man geht das geil ab.

Bei "Brothers Of The North" dachte ich erst an ein Songnamen von Amon Amarth, und der Beginn hätte durchaus von den Schweden kommen können, doch dann geht das Tempo etwas höher und der Gesang wird etwas melodischer und schon war es nicht mehr Amon Amarth, wobei.. hmmm :D Ne im Ernst... der Song hält das Tempo der Vorgänger und diese kleine eisige Note im Gesamteindruck passt super zum Titelnamen. "Light Won´t Shine" ist ein etwas weniger harmonischer Song. Also er strahlt die gewisse Härte aus, die man vom Plattencover aus vermuten lässt. Er besticht vor allem durch die Drums, die gerne etwas druckvoller hätten aus den Boxen kommen dürfen. Was mir bis hier hin schon gefällt und sich auch durch den Rest der Platte zieht, ist die Abmischung. Kein Instrument oder gar Gesangspart übertönt das Andere. Es ist super abgemischt und man vernimmt jedes noch so kleine Detail. Klasse Arbeit die da im Studio geleistet wurde.

"As I Burn" hat mich, speziell im Part nach dem Gitarrensolo, sehr an Primal Fear erinnert. Was durchweg positiv gemeint ist, denn auch das sind starke Vertreter des Genre. Und der Scream am Ende... wow! Ein für mich sehr geiler Song ist "Kingdom Come". Erst hatte ich gedacht, sie hätten den Manowarklassiker gecovert, doch es handelt sich hier um ein eigenes Stück, das durch seine starke Power brilliert. Der Song geht von der ersten Sekunde ab und bleibt bis zum Ende einfach nur stark. Headbanger könnten danach mächtig Nackenschmerzen haben, wenn sie den Song durchziehen. Ihr merkt... die Platte bietet einfach jede Menge tolle Stücke. Ihr könnt hier ohne Probleme zugreifen und werdet absolut nicht enttäuscht. Ich bereue, das ich nicht vorher von den Jungs gehört habe. Wenn die Mal in der Gegend sind, muss ich die Songs live erleben! Das Album ist in jedem Fall ein absolutes Brett und wird auf meinem MP3 Player noch viele schöne Tage verbringen und mir den Weg zur Arbeit versüßen.


Tracklist:

1. Tearing Up The World (feat. Abbath)
2. Raise The Eagle
3. We?ll Bring War
4. Burning Of Rome
5. Kingdom Come
6. Valhalla Awaits
7. Brothers Of The North
8. Light Won?t Shine
9. As I Burn (feat. Tim Ripper Owens)
10. Drawn In Blood
11. Masters We Were

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