Review

GOTHMINISTER - The Other Side22.11.2017

GOTHMINISTER - The Other Side

GOTHMINISTER - The Other Side

verfasst von Sebastian


Gothminister hat mich gleich auf mehrere Arten überrascht. Das Album The Other Side ist das siebte welches von Bjørn Alexander Brem aufgenommen wurde. Brem der auch Gründer von Gothminister ist, ist für mich schon ein interessanter Fakt da er das Projekt Gothminister gründete und in seinem normalen Leben Anwalt ist der aber auch gerne mal beim norwegischen Wrestling auftaucht. Norwegisch?

Korrekt! Bei dem Namen Gothminister und dem Titeltrack Ich Will Alles war mir gleich klar das hier eine deutsche Band à la Unheilig, ASP und Konsorten auf mich wartet. Das dies ein norwegisches Projekt ist überraschte dann doch. Ich war jedenfalls sehr auf das Album gespannt das mein Geschmack was diese Art von Musik angeht sehr schwankt. Aber verdammt, das Album rockt! Ich Will Alles, durch ein schönes Orchester eingeleitet, ballert gleich ordentlich los und sofort nickt der Kopf und die Füße wippen mit. Dann der Schrei von Herrn Brem ICH WILL ALLES! bei dem man auch hört das deutsch nicht seine Muttersprache ist und er daraufhin ins englische wechselt. Bei dem Stück wurde alles perfekt miteinander verbunden. Orchester, stampfende Rhythmen, elektronische Klänge und ein tiefer düsterer Gesang! Besser geht ein Start in ein Album kaum. Sanftere Bässe leiten das Stück The Sun ein und auch im Allgemeinen ist dies ein ruhigerer Song. Es fehlen die drückenden, treibenden Drums und Bässe. Dafür gibt es am Mikrofon ein Duett. Die weibliche Stimmt im Hintergrund fügt sich sehr gut ein.

Mit etwas mehr Deutsch geht es beim Fliegenden Mann weiter. Etwas abgehackter Gesang und Musik treibt einen durch dieses Stück. Nachdenklich und melancholischer wird es bei Aegir. Auch ohne auf den Text zu achten macht sich gleich eine etwas düsterere nachdenklichere Stimmung breit. Monoton, tief und langsamerer ist Aegir. Jedoch setzt das Keyboard, welches im Hintergrund zu vernehmen ist, einen kleinen aber feinen Akzent durch die Höhe in der es spielt. Ein wunderschönes Stück bei dem die Gedanken gerne mal in die Ferne abdriften und man einfach nur dasitzt und zuhört. Red Christ wiederum setzt wesentlich mehr auf die elektronischen Klänge und lässt die Gitarre mal etwas mehr im Hintergrund. Andersrum gefällt es mir besser, aber definitiv auch hier kein schlechtes Stück, wobei der Rhythmus des Gesangs mich hier einfach nicht überzeugen kann.

Von nun an geht es bis zum Ende der Platte wieder schneller und fetziger zur Sache. Und somit muss ich gestehen, dass mich Gothminister wahrlich begeistert. Hier sind die Riffs, die peitschenden Drums, elektronische Sounds sowie Orchestraklänge so perfekt miteinander vermischt das man nicht anders kann als den Regler aufzudrehen. Ein Anspieltipp verkneife ich mir hier und rate allen die etwas mit der düsteren Musik anfangen können zum Kauf.

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