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GHOST - Ceremony and Devotion15.12.2017

GHOST - Ceremony and Devotion

GHOST - Ceremony and Devotion

von Matthias

Pünktlich zur Weihnachtszeit lässt die schwedische Band Ghost von sich hören und bringt, zumindest digital, ein Live Album der letzten US-Tour auf den Markt. Das gute Stück wurde Ceremony and Devotion getauft, in San Francisco aufgenommen und fügt sich namenstechnisch schon Mal gut in die Diskographie ein. Ob sich ein Kauf vor allem musikalisch lohnt erfahrt ihr hier.

Ceremony and Devotion kommt mit 15 Songs daher und hat eine Laufzeit von rund 71 Minuten. Hierbei wird auf Songs aller drei bisherigen Ghost-Alben (Opus Eponymous, Infestissumam und Meliora) zurückgegriffen. Ebenso bediente man sich bei der, im Jahr 2016 erschienenen, Popestar-EP. So fügt sich am Ende eine Setlist zusammen, welche jeden Ghost Fan glücklich machen sollte. Auch Klangtechnisch kann das Album überzeugen und bietet eine stimmige Abmischung, die weder Instrumente, noch den Gesang zu kurz kommen lässt. Zudem hat man das Gefühl das alles echt klingt und nicht groß im Studio nachbearbeitet wurde, was Authentizität schafft. Auch atmosphärisch ist Ceremony und Devotion vor allem durch die, von den Fans, mitgesungenen Stellen eine Bereicherung und schafft nochmal ein anderes Gefühl für die Songs. Mein einziger musikalischer Kritikpunkt sind die, Teils unglücklich, geschnittenen Songs. Ich frage mich warum man nicht einfach den Applaus nach einem Song, bzw. die Ansagen des Sängers darin lässt und so die Atmosphäre aufrechterhält. Es ist doch ein Livealbum und dieses Beiwerk macht nun mal ein solches Album aus.
Vor dem Fazit muss nochmal die Setlist angesprochen werden. In der Digitalen Version, welche pünktlich vor Weihnachten erschienen ist, fehlen die Songs Elisabeth und Secular Haze. Die physische Variante kommt am 19. Januar in die Plattenregale. Das sollte jedem bewusst sein, der jetzt schon zuschlagen möchte.

Nach dem ersten Reinhören kann ich Ceremony and Devotion nur empfehlen. Es bietet einen wunderbaren Mix aller bisherigen Alben und ist auch soundtechnisch voll in Ordnung. Ein bisschen ärgerlich sind die zwei fehlenden Songs auf der digitalen Variante, weshalb ich nur dazu raten kann bis Mitte Januar zu warten um dann etwas Festes in den Händen zu halten.  

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