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FUZZ LORD - Fuzz Lord04.06.2018

FUZZ LORD - Fuzz Lord

FUZZ LORD - Fuzz Lord

verfasst von Sebastian

Ein Trio aus der kleinen Stadt Chillicothe in den USA versorgt hier die Liebhaber des Stonerrocks mit neuem Material. Die drei Jungs Lord Buzz, Fuzz Lord und Stoner dürften ebenfalls auf die Resonanz gespannt sein, da es sich nach einer kleinen EP aus dem Jahr 2014 um ihr Debutalbum handelt.

Dafür das es ihr kleiner Erstling ist wird jedoch schon was ordentliches abgeliefert. Bereits das instrumentale Intro walzt sich aus den Boxen in die Gehörgänge der Hörer. Tiefe Riffs und ein schönes Bassspiel sorgen auch bei Kronos Vision für das richtige Stonerfeeling. Kronos Vision setzt nicht auf Überraschungen und Experimente, sondern rollt nach ein paar melodischen Saitenanschlägen kontinuierlich bis zum Ende durch. Dabei wird der Grundrythmus über die sieben Minuten fast kontinuierlich wiederholt, was allerdings in keinster Weise einfallslos wirkt sondern den Song eher in den Kopf hämmert. Neben dem schon erwähnten ordentlichen Giatrrenspiel wurde sich auch beim Gesang Gedanken gemacht. Verzerrung ja, aber im richtigen Maße. Die Stimme von Lord Buzz (Lawrence) ist ein wenig in den Hintergrund gemischt und stellt sich deutlich hinter die Instrumente und hat dazu noch einen schönen heiseren, kratzigen Effekt erhalten.

Warriors Who Reign führt das gleiche Stilmittel weiter fort und nach ein paar Sekunden ist der Rythmus drin und man erwischt sich dabei wie die Nackenmuskulatur schon langsam anfängt zu arbeiten. Ganz anders zeigt sich Lord Of The Underground und überrascht abermals positiv. Ein bisschen weniger Stoner, dafür mehrere Prisen Punk mit einer flott gespielten Gitarre und einem schön dreckigen Gesang lockern das Album gut auf. Auch das Gitarrensolo kurz vor Ende, wofür Punk ja nicht so bekannt ist, zeigt wie die drei ihre Instrumente beherrschen und sich auch mal Ideen bei anderen Genres holen. Perfekter Song!  Mit Evil Infamy kommt man wieder auf den Boden zurück. Hier setzt Fuzz Lord wieder auf Düsternis die durch fast ausschließlich gesprochenen Text unterstrichen wird. Jedoch kann man es fast als Instrumental zählen, da die wenigen Vocals nur bis zur Hälfte reichen. zu den Top Songs des Albums gesellt sich definitiv auch Worlds Collide. Fast acht Minuten mit ordentlichem Doom Einfluss mit quälendem Gesang. Man muss sagen, dass Fuzz Lord eigentlich alles richtig gemacht hat in Hinblick auf ihr Debut. Wenn sie diesen Kurs beibehalten wird man definitiv noch was von ihnen hören. Rein hören kann definitiv nicht schaden, einige werden sicher überzeugt werden.

Tracklist:

01. The Gates Of Hell
02. Kronos Visions Arise
03. The Warriors Who Reign
04. The Lord Of The Underground
05. Evil Infame
06. Worlds Collide
07. The Fall Of Fate
08. Infamous Evil

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