Review

FROST GIANT - The Harlot Star24.01.2018

FROST GIANT - The Harlot Star

FROST GIANT - The Harlot Star

verfasst von Sebastian

Nach mehreren EPs watet Frost Giant mit The Harlot Star nur erstmals mit einem Full Length Album auf. Seit über zehn Jahren gibt es Frost Giant nun schon. Gegründet in den USA, viele musikalische Vorlieben, bisher wenige releases - nur so kann ich mir dieses stilistische Wirrwarr erklären.

Da ich mich mit diesem Review wirklich ein wenig schwer tue zitiere ich am besten mal die Band selbst. Auf ihrer Facebookseite schreiben sie unter Interessen "Making loud rackets and disturbing the neighbors. And mead. Lots and lots of mead." Und womit treibt man die Nachbarn am besten auf Palme? Korrekt, mit der Idee das ein paar Amerikaner mit einer Vorliebe für Punk, Harcore, Folk Metal und nordische Mythologie dies alles zugleich in Songs verewigen wollen und dies auch tun. Nach einem ruhigen und melodischen Intro das sich zum Ende hin zuspitzt und schon erahnen lässt was gleich losbricht bedient einen Forgive Me Not mit ordentlichem Geballer das anfangs mit einem chorähnlichen Gesang untermauert wird bis sich auch die Vocals den Drums anpassen. Zwischendurch gibt es dann auch gerne mal ein kurzes Gitarrensolo was sich doch hören lassen kann. Als totalen Gegensatz kommt danach Apostatis daher was ein reines akustisches Instrumental ist und eher zum Träumen einlädt aus denen man sofort wieder mit Curse Of Doubt gerissen wird wenn Geballer Runde zwei kommt. Und damit haben wir das Muster von The Harlot Star schon komplett beschrieben.

Jeder zweite Track ist ein sehr ruhiges eingeschobenes Instrumental oder teilweise auch mit Chorgesang. Dazwischen wütet der Frost Gigant dann los. Mal eher auf den Spuren des Death Metals, mal wird dem Punk gehuldigt und bei corelastigen Stücken einfach mal wild drauf los gebrüllt. Teilweise geht das alles aber auch in einem Song was bei mir ein sehr unruhiges Bild dieses Album hinterlassen hat. Ab und an kam es vor das ich mich beim hören einfach nur gestresst gefühlt habe. In Erinnerung blieb mir lediglich Prisoner Of The Past wegen des doch recht Partymetalmäßig wirkenden Humpa Refrains. Irgendwie eine Mischung aus Korpiklaani und Fintroll. Jedoch erreicht es nicht deren Qualitäten.

Im Endeffekt fällt es mir schwer zu erahnen was sich die Band dabei gedacht hat oder welche Hörer sie erreichen wollte. Es wirkt alles zusammen zu aufgesetzt und zu durcheinander um ein bestimmtes Genre zu bedienen. Hier trifft der Satz "Weniger ist manchmal mehr" den Nagel auf den Kopf. Da ich aber ungerne von Musik abrate macht euch selbst ein Bild. Hörproben oder teils gestreamte Songs werden im Netz angeboten. Und da es der erste Longplayer ist kann man ja auch Besserung beim Nachfolger hoffen.

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