Review

FLIPTOP BOX - Catch2213.11.2016

FLIPTOP BOX - Catch22

FLIPTOP BOX - Catch22

verfasst von Kalle

Mischt man Bands wie Danzig, Alice In Chains oder Theraphy zusammen, dann erhält man ein wenig den Sound von Fliptop Box. Mit diesen Bands beschreiben sich die Griechen nämlich selbst auf ihrer Seite. Es ist ein Sound aus Heavy-Rock mit Alternative und Grunge Einflüssen. Es ist ein Sound den man mögen muss, denn er klingt schon sehr speziell. Manch einer würde nach den ersten Sekunden wohl schon abschalten, weil es einfach zuviele Einflüsse auf einmal sind. Damit könnte man Recht haben, weil schon der Opener "Blast" haut wirklich um. Fünf Minuten lang bekommt man eine Menge auf die Ohren, womit man so schnell gar nicht klar kommt. Das zieht sich dann leider auch noch fort. Erst hat man im zweiten Song "Borderline" das Gefühl, diese Mix sei gestoppt, doch dann setzt der Gesang ein und plötzlich spielt im Hintergrund auch alles verrückt. Das ist natürlich auch Absicht, weil man so den Song untermalt, der eine echt doofe Krankheit als Thema hat. Dennoch sind solch viele Eindrücke nicht wirklich Hörgenussfördernd. Bitte versteht mich jetzt nicht falsch, die Songs sind super produziert und sehr gut in der Qualität, ich persönlich finde nur diesen Mix aus Heavy Rock, Grunge und Alternative etwas zu dick aufgetragen, weil es wirklich eine Reizüberflutung auslöst.

Der Gesang überrascht ebenfalls. Denkt man erst einmal, der Sänger bleibt im Cleargesang, so packt in "Sirens" plötzlich noch ein paar Growls aus. Das staunt man erst einmal nicht schlecht. Es ist ein sehr interessantes Album, was eine Menge verbindet und vermischt, was durch satten Sound besticht und interessante Variabeln insich trägt. Es ist aber ein Album, was auch ganz schnell Stimmungen hervor bringt, die man eigentlich gar nicht möchte. Gerade wenn zuviele Einflüsse auf einmal mitspielen, wird es schnell undurchsichtig und man will dann eigentlich gar nicht mehr weiterhören, weil man ahnt, das dieses Chaos nicht wirklich entwirrt wird. Das ist aber auch persönliches Empfinden, was jetzt in der Aussage steckt. Ich könnt mir die Musik z.B. auf keinem Konzert vorstellen. Da würde ich, wenn ich ehrlich bin, den Raum verlassen und ein Bier an der Bar genießen und mich unterhalten. Das ist Musik für Abende zu Hause, aber für die großen Bühnen ist das sehr schwere Kost, weil die Songs oft auch sehr träge wirken. Das liegt dann aber in erster Linie an ihrer oft sehr tiefen Art und Weise, wie sie gespielt werden. Man muss es mögen, wenn es sich um solch Töne handelt. Ich persönlich bin hier gespalten. Einerseits eben gut produziert und andererseits eben einfach zuviel auf einmal. Hört einfach selbst rein und macht euch euren eigenen Eindruck.

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