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ESTATE - Mirrorland10.03.2018

ESTATE - Mirrorland

ESTATE - Mirrorland

verfasst von Gloria


Progressiv Power Metal aus Russland, ESTATE bringen am 20. April ihr zweites Album, mit dem Titel "Mirrorland", raus. Ich durfte es mir vorab schon mal anhören. Momentan existiert nur ein Musikvideo von der Platte und dieses hat mich ziemlich neugierig gemacht.
 
12 Songs, davon werden 10 von dem eigentlichen Sänger Iliand Ferro gesungen und die Songs "Knight of Hope" und "Matter of Time" sind nochmal mit anderem Sänger auf der Scheibe vertreten. Das sind auch die beiden Songs mit Synthieintro, wobei mir bei "Matter of Time" schlecht geworden wäre, wenn das eine Autofahrt gewesen wäre. Der Song erinnert an einen Fahranfänger der zuerst Gas gibt und dann sofort wieder auf die Bremse springt. Kaum in Fahrt gekommen ist das Tempo des Songs auch schon wieder futsch.
Der zweite Song der mich auf dem Album mehr als irritiert hat war "Silvery Skies". Ich bin aus dem Alter raus, wo man sich alte Teeniefilme aus den 80er-Jahren anguckt. Solche, bei denen es einen Abschlussball gibt und alle beim langsamen Song eng tanzen. Ratet welcher Song super zu so einem Film passt, genau "Silvery Skies"! Der Song ist schön, hat aber irgendwie für mich nix auf dem Metalalbum zu suchen, wär mehr was für eine Kuschelrock-CD.
 
Nun gut, ich hab genug gemeckert. Das coolste Intro hat "Storm of the Age", der abgehackte Gesang hat was und auch die Riffs des Songs sind interessant. Ferro leistet sehr gute Arbeit und der Chor zwischendurch rundet den Song ab.
Ja, ich bin eine Lady und Nein, ich mag den Song nicht wegen seines Namens. "Lady Wind" - galoppierende Drums, harte Riffs, ein wunderbar gehauchter Beginn und zwischendurch eine Flöte - sehr gut, gefällt mir.
 
Die Russen haben gute Arbeit geleistet, das Album hat Power von Anfang an, außer den zwei Ausnahmen, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Ferro zeigt wie gut er mit seiner Stimme umgehen kann, bei jedem Song beweist er das aufs Neue. Und auch das Musikvideo zu "Winter Kingdom" ist toll geworden, bitte noch mehr davon. Das ganze Album hat etwas Mittelalterliches und Folkähnliches und für alle die gerne mal in eine andere Welt abtauchen ist die Platte auf jeden Fall etwas.

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