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ESCALENE - The Days Of Decay09.03.2016

ESCALENE - The Days Of Decay

ESCALANE - The Days Of Decay

verfasst von Karla the Fox

Metal ist alt und ein Dauerbrenner, Pop ist noch älter, steht aber immer für das aktuell Moderne, Escalane sind jung und machen Pop-Metal. Sie sind frisch gegründet, haben alle Musikunterricht in irgendeiner Form erhalten (hört sich jedenfalls so an) und dachten sich, nun seien sie alt genug und könnten es als Band versuchen. So fanden sich Juha, Joonatan, Iiro und Sängerin Hanna aus Finnland zusammen und wurden Escalane. The Days Of Decay ist ihre erste Veröffentlichung. Man merkt der Band, und dem Album an, dass sie noch sehr jung sind. Hanna zum Beispiel beachtet alle Sachen, auf die es beim Singen ankommt, bleibt dieser Technik aber treu und wagt sich an zu wenige Experimente. Ihren Freunden geht es ähnlich. Sie beherrschen Riffs, Doublebasses, Breaks und Tempowechsel, gehen dabei aber geradlinig voran, ohne Ausfälle und ohne persönliche Note in extreme Richtungen. Dennoch merkt man: Da ist Potential.

Alle vier Musiker könnten, wenn sie fleißig weiter üben und ihren eigenen Ausdruck finden, zu hoch angesehenen Musikern werden. Es ist erfrischend, dass sie Thrash spielen, sich aber nicht vor Synths scheuen, noch unbedacht und punkig klingen aber große Metalhelden als ihre Idole sehen. Man spürt einfach die Liebe zur Musik. Auch die Texte sind nicht übel, gehen aber noch zu sehr nach Schema F. Ein bisschen Tiefgrund hier, ein bisschen Mysteriöses da und dazu noch ein bisschen Sehnsucht, ein paar offene Fragen und Willenskraft dazu. Fertig ist die für Jugendliche bekömmliche Masse an etwas härterer Musik als das, was die Freunde so hören. Gebt ihnen noch 2, 3 Jahre, Bühnen- und Tourerfahrung, harte Stürze und grandiose Festivals mit ganz viel Applaus - und aus Escalane kann noch eine Band werden, von der wir einiges hören können.

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