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EPICA - The Holographic Principle01.11.2016

EPICA - The Holographic Principle

EPICA - The Holographic Principle

von Matthias

Im Hause Epica gibt es im Herbst Neues zu berichten. Das siebte Studioalbum der Niederländer soll den Vorgänger, The Quantum Enigma, wenn möglich nochmal übertreffen. Ob das gelingt werden wir herausfinden.

In Epicas neuestem Werk geht es, grob genommen, darum was Real und was erdacht ist. Was ist die Virtual Reality und gibt es mehrere Realitäten? Dazu haben die Niederländer ein 72 minütiges Werk erschaffen, dass mit dem Intro Eidola beginnt. Schon hier kann man erahnen in welche Richtung The Holographic Principle gehen soll. Sind am Anfang noch leicht verspielte Glockenklänge zu hören, übernehmen immer mehr Orchestrale Instrumente mit kräftigem Klang den Einfluss auf das Lied. Zusammen mit hohen Chorgesängen entwickelt sich das Intro zu einem epischen Song mit sehr viel Bombast. Hiernach folgt das eingängige Edge of the Blade, bei dem in den Strophen viel Platz für Sängerin Simone Simons gelassen wird. Während der Song im Strophenpart noch leicht und locker klingt, wird aus ihm ein brachiales Werk im Refrain. Eine epische Melodie, Backgroundgesang und der gutturale Gesang von Mark Jensen, welcher nur ein kurzer Einschieber ist, verschmelzen mit dem Hauptgesang und kreieren ein brachiales Werk zu dem man den Kopf einfach bewegen muss. Ein ganz anderes, eigentlich altbekanntes, Element in der Musik von Epica wird ebenfalls wieder aufgegriffen. Dancing in a Hurricane ist das beste Beispiel für die orientalischen Einflüsse, welche die Band immer wieder sehr gelungen in ihre Songs einbaut. Der Titel kommt zunächst ruhig herüber und hat einen sehr entspannten Klang. Ab der Mitte des Songs entwickelt sich jedoch wirklich ein Hurricane und fegt nur so durch meine Kopfhörer. Auch hier dürfen die Bombastmomente natürlich nicht fehlen und werden durch Orchester und die harten Gitarren immer wieder herbeigeführt.

Epica ist hier ein wundervolles Werk gelungen. Manche Fans werden die verspielten Momente auf diesem Album vermissen, doch so, wie bei The Holographic Principle, habe ich mir Epica immer vorgestellt. Die Gitarren sind auf diesem Album so hart wie noch nie zuvor und wer dafür ein Beispiel braucht, sollte sich Tear Down Your Walls anhören. Das Suchen von epischen und bombastischen Momenten gelingt Epica auf wunderbare Weise und erzeugt einen krachenden Song nach dem nächsten. Das ist definitiv eine Kaufempfehlung.

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