Review

DISCO ENSEMBLE - Afterlife26.01.2017

DISCO ENSEMBLE - Afterlife

DISCO ENSEMBLE - Afterlife

von Matthias

Disco Ensemble hat es wahrlich nicht leicht. Als finnische Band, passt sie nicht in ein typisches Genre. Weder zum Hardcore, noch zum Punk kann man sie so richtig packen. Manch einer hat sogar schon den Versuch unternommen Disco Ensemble als Post- Hardcore Band zu bezeichnen, doch meiner Meinung nach sind sie am ehesten eine Indieband. Doch jetzt mal weg von Genrefachsimpeln, denn der Inhalt zählt. Diesen hören wir uns jetzt mal an.

Auf Afterlife befinden sich insgesamt 11 Tracks bei einer Spielzeit von 43 Minuten. Den Anfang macht dabei das, mit Rlektrobeats verstärkte, Reality und es klingt poppig seicht aus den Boxen. Der Song will aber nicht so richtig im Ohr bleiben und durch fehlenden Druck, geht ihm dann auch recht schnell die Luft aus. Mehr in die Richtung Indierock geht es dann ab dem dritten Titel. Disappear hört sich wunderbar rockig an und lädt direkt zum Kopfschütteln ein und nebenbei kommt irgendwie ein sommerliches Feeling auf. Hierauf folgt dann mit Afterlife der Titelgeber des Albums. Der Anfang ist mit elektronisch klingendem Drumset recht experimentell, fügt sich aber perfekt in den Song ein. Die Dezenten Gitarren lassen dem wunderbaren Gesang genug Freiraum und der Refrain ist dann direkt zum Mitsingen und Einprägen geeignet. Ein weiterer Höhepunkt ist, meiner Meinung nach, Das boot. Hier wurde die Melodie des allseits bekannten Originals direkt eingebaut und für einen Antikriegssong verwendet.

Disco Ensemble haben mit Afterlife ein Album herausgebracht, welches grade im Indiebereich viele Liebhaber finden wird. Fans anderer Genre wird dieses Album jedoch eine zu große musikalische Mischung sein. In ihrer Nische funktionieren Disco Ensemble aber wunderbar.

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