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DERDIAN - Revolution Era30.03.2016

DERDIAN - Revolution Era

DERDIAN - Revolution Era

verfasst von Kalle

Wie hat einem Mutti immer gelehrt: Wärme niemals etwas vom Lieferservice auf, es schmeckt dann noch grauenhafter. Speziell bei Italienern ist das immer ein Gelabber und Gepansche und naja... nicht sehr genussvoll. Anders ist es da mit der Musik. Da kann man als Band, welche aus Italien stammt, gerne mal ein paar ältere Stücke nehmen, zu einem Album zusammen hauen und noch einen neuen Track als Zwischengewürz dazu packen. So geschiet es aktuell beim "neuen" Werk von Derdian. Die Band aus Milan bringt mit Revolution Era einen Mix aus ihren ersten drei Alben heraus, die Songs aber neu aufgenommen und abgemischt.

Dazu gibt es dann eben noch einen neuen Song oben drauf und fertig ist das sechste Album. Man kann es sich eben auch einfach machen. Wobei ich ehrlich zugebe... ich habe von der Band vorher nie etwas gehört und so bekommt man einen ungefähren Einblick in die Machart der ersten Alben der Italiener. Und was können die abgehen... holla die Waldfee. So schnell schafft man keine Pizza zu wirbeln oder Teig zu kneten, was die hier für ein hohes Tempo an den Tag legen. Und das Geile an Derdian ist: Die Band hat Melodie und Gitarre im Blut. Ein wenig erinnert sie an Rhapsody Of Fire und ähnliche Vertreter des Genre. Viel Temprament und wohlklingende Melodien in die Songs gepackt, dazu eine Stimme aller Fabio Lione und fertig sind die Zutaten für Derdian.

Und was mir ganz besonders gefällt: Derdian verstecken ihre Herkunft nicht und lassen die Akzente durch. "I Don´t Wanna Die" strotz nur so von Englisch mit italienischem Akzent. Da trieft nicht nur die Matte durch das Headbangen :D "Lord Of War" ist der neue Song auf dem Album und er fügt sich optimal in den Klang ein. Ein weiteres positives Merkmal der Songs ist die Vielfalt an Gastmusikern. Speziell im Gesangsbereich haben sie sich enorm viel Verstärkung dazu geholt. In "The Hunter" hört man klar Primal Fears Frontsänger Ralf Scheepers, Fabio Lione ist ebenso mit dabie, wie auch Henning Basse von Metalium und Davide Damna Moras von Elvenking. Das sind aber längst noch nicht alle Gastmusiker, die sich auf dem Album verewigt haben. Es gibt jede Menge zu entdecken.

Die Platte ist ein Hochgenuss für jeden Symphonic Power Metal Fan, wie ich es einer bin. Auch wenn die Stücke "alter Natur" sind und jetzt neu aufgenommen wurden, so haben sie jetzt mal so richtig Feuer unterm Arsch und wer da nicht die Matte kreisen lässt und die Luftgitarre brennen lässt, der versteht nix von der Musik und sollte zu Wendler wechseln. Derdian... geile Empfehlung!


Tracklist:


1. OVERTURE
2. BURN
3. BEYOND THE GATE
4. BATTLEPLAN
5. I DON?T WANNA DIE
6. SCREAMS OF AGONY
7. LORD OF WAR (New Song)
8. FOREVERMORE
9. ETERNAL LIGHT
10. THE HUNTER
11. BLACK ROSE
12. INCITEMENT
13. NEW ERA
14. CAGE OF LIGHT

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