Review

DAUTHA - Brethren Of The Black Soil26.02.2018

DAUTHA - Brethren Of The Black Soil

DAUTHA - Brethren Of The Black Soil

verfasst von Robert K.

Heute beschäftigen wir uns mit Dautha, einer fünfköpfigen Truppe aus Schweden, die dieses Jahr ihr Debüt mit dem Album "Brethren Of The Black Soil" präsentieren. Herausgebracht wird das Ganze von Van Records, die unter anderem auch für Gold und andere verflucht gute Bands verantwortlich sind, doch das nur am Rande. Die Jungs haben sich nicht lumpen lassen und eine sehr interessante Stilmischung gewählt - Folk und Doom Metal! Wie das bei ihren Gebrüdern im Schlamm ankommt, lesen wir jetzt.

Nach meiner Auffassung ist Doom Metal immer etwas schwerfällig, langsam, beklemmend und tief; Folk Metal hingegen zeigt sich meist schnell, motivierend, antreibend. Irgendwie schaffen es Dautha, einen Kompromiss zu treffen, in dem beide Genres nicht untergehen, sondern sich ergänzen und über sich hinaus wachsen können. Man merkt dem Album an, dass es sich eher auf den Doom konzentriert, aber der Folk trägt einen wichtigen Teil zum Transport der Atmosphäre und deren Untermalung und Effekt bei. Was man bekommt, sind epische, lang ausartende Kompositionen, die durch verschiedenste Instrumente eine Art Marsch an Doom erzeugen. Der Marsch ist ein treffendes Wort, denn das Hörerlebnis fühlt sich nicht wie ein Spurt, sondern wie gleichmäßiges Trotten an, was nicht negativ gemeint ist, sondern den Kern der Ausrichtung perfekt trifft. Das Grundgerüst von Gitarre, Schlagzeug und Bass wird so erweitert, dass etwas wirklich erfrischend Klingendes entsteht und über die gesamte Spiellänge hinweg gut unterhält und zum Mitwippen animiert.

Wer sich an einigen christlich angehauchten Choreinsätzen schwer tut, sollte die zweite Hälfte des Albums mit Vorsicht genießen, aber verpasst durch die Engstirnigkeit auch einige sehr feine Passagen. Zur Produktion lassen sich nicht all zu viele Worte verlieren, da alles da ist, wo es sein soll. Es drückt im Tieftonbereich und kratzt nicht, wenn es etwas heller wird. Die Stimme des Sängers ist kristallklar wie Quellwasser und entsprechend trägt sie als primärer Höreindruck ihre Fackel leuchtend zum Ziel. Alle Instrumente stellen sich zwar hinter dem Gesang an, aber bekommen genügend Aufmerksamkeit und sind für den Hörer ausreichend ausmachbar - alles gut soweit!

Will man sich auf eine nicht eingestaubte Klangreise begeben, macht man mit "Brethren Of The Black Soil" keine Landung im Matsch, sondern bekommt ein wirklich gutes, kompaktes Paket an Musik. Gerade als Fan von episch angehauchter Musik, die nicht vor Schwere zurück schreckt, darf man hier unbedenklich zugreifen. Empfehlenswert!

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