Review

CROSSPLANE - Backyard Frenzy29.01.2017

CROSSPLANE - Backyard Frenzy

CROSSPLANE - Backyard Frenzy

verfasst von Kalle

Erst habe ich mich etwas gestreubt über die Platte zu schreiben, da ich mit Crossplane ja eine enge Freundschaft habe und somit etwas befangen bin, wenn ich über die Platte schreibe. Doch die Bedenken lege ich jetzt einfach mal ab und genieße das neue Werk von den Ruhrpottrockern. Meine Lieblingsbezeichnung für die Mannen um Sänger Celli ist ja immernoch die Motörheads aus Deutschland. Mit dem neuen Album gehen sie etwas davon weg, denn anders als der Vorgänger Masterbound ist Backyard Frenzy etwas langsamer und düsterer wirkend. Celli hatte mir dazu bei einem kurzen Gespräch gesagt, das es mit Absicht so sei: "Mal gibt es Album das schneller ist, mal eins das langsamer ist... das ist von der Laune abhängig und was so im Gesamten passt" - so Celli. Mein erster Eindruck war daher sehr ungewohnt und ich musste mich erst einmal mit dem Midtempo und den dumpferen Tönen anfreunden. Das machen Crossplane einen aber ganz leicht, denn sie haben in die Songs immer ein paar Feinheiten eingebaut, die sie so zu richtigen Leckerbissen machen.

Der Opener "Love Or Hate" ist zu Beginn eine typische Crossplane-Nummer mit ordentlich Tempo und einem Celli, der so gut bei Stimme ist, das man gleich mal lauter dreht. In "Grabbers" gibt es schon das erste kleine Detail. Diese eine besondere Gitarrenrifffolge und Melodie geben so eine ganz besondere Note in den Track. "Dance With The Devil" ist dann für mich einer der stärksten Tracks der Platte. Der Song geht direkt ins Blut und zeigt mal komplett alle Stärken von Crossplane. Flotte Riffs, satte Drums, eine grandiose Stimme... hier ist einfach Rock´n´Roll pur angesagt. Genießt in jedem Fall das Gitarrensolo von Alex. Bei "Blackness Of Souls" hab ich gedacht, die Jungs wollten Black Sabbath nachmachen. Ein sehr ungewöhnlicher Track, der erst einmal für Verwirrung sorgen wird. Mit "Reborn" kam ich mir so ein wenig wie im Western vor, kurz vor einem Duell. Beide Tracks kommen etwas träge rüber, zumal sie zwischen Powernummern liegen. Den mit "Alive" nimmt die Platte wieder an Fahrt auf. "Master Of Desaster" ist ein Track, da geht man vom Namen her eher von einer flotten und krachenden Nummer aus. Crossplane machen daraus einen langsamen und sanften Abriss.

Einer meiner weiteren Favouriten auf der Platte ist der sehr flotte, aber zum nachdenken anregende Track "Alcoholi Teenage War Queen". Ebenso ist "Horizon" eine verdammt starke Nummer. Wie Celli hier die Stimme einsetzt und dabei sich in ein grandioses musikalisches Bett legt, hat sich bei mir mit Gänsehaut ausgedrückt. Killernummer! Die jetzt nicht aufgezählten Stücke lasse ich euch als Überraschungsei. Als Fazit kann man sagen... Crossplane liefern mit der Platte eine Überraschung ab, mit der man im ersten Moment nicht gerechnet hat. Man muss sich darauf einlassen, das Crossplane eben nicht nur Vollgasrock sind. Sie setzen das verdammt gut um und je öfter ich die Platte höre, umso mehr entdeckt man an Feinheiten und umso mehr gefällt mir die Platte. Vom Klang her ist die Platte fett gemacht und sorgt für ein tolles Hörerlebnis. Crossplane sind und bleiben einfach eine Macht in ihrem Genre.

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