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CROM - When Northmen Die10.01.2018

CROM - When Northmen Die

CROM - When Northmen Die

Es ist überraschend. Da wird ein Projekt plötzlich zur Hauptsache und es füllt einen mehr aus, als nur in einer Band zu sein. So ist es Walter Grosse ergangen. Der Name sagt nur wenigen unter euch sicher etwas. Crom hingegen ist schon eher ein Begriff, denn er war einst bei Dark Fortress. Von 1997 bis 2000 spielte er in der Black Metal Band die Gitarre und mal Bass. Allerdings war ihm das halt zu wenig und er gründete Crom als Nebenprojekt. Noch im gleichen Jahr verlies er Dark Fortress und jetzt erscheint mit "When Northmen Die" bereits die dritte Platte seiner, nun kann man es ja wirklich so beschreiben, neuen Band.

Musikalisch ordnet er sich in den Epic / Viking Metal ein. Walter übernimmt selbst den Gesang, die Gtarre und den Bass. Als Gäste hat er u.a. Seraph an den Drums dabei. Dieser ist seit 2001 bei Dark Fortress am Schlagzeug. Paymon war von 1998 bis 2014 Keyboard in gleicher Band und ist auf dem Album nun als Gastmusiker dabei. Vieles macht er alleine und das ist sehr bewundernswert. Das liegt daran, das der Sound der Platte echt gut rüberkommt. Es ist ja nicht leicht, wirklich authentisch dieses Genre zu verkörpern. Da kommt ihm natürlich seine Erfahrung aus dem Black Metal zu Gute. Dieses Genre findet sich aber auf dem Album nicht wieder, denn es ist sehr melodisch und was viel wichtiger ist: Man versteht was gesungen wird.

Doch genau da liegt für mich ein wenig der Schwachpunkt, wobei das jetzt ein kleiner Nörgler auf hohem Niveau ist. Der Gesang wirkt mir zu sanft und ein Tick zu klar. Ich bin bei Viking Metal an andere Stimmen gewöhnt. Das ist aber wie erwähnt, auf ganz hohem Niveau genörgelt und bedarf keiner weiteren Beachtung. Walter hat stimmlich richtig was drauf. Das merkt ihr u.a. an den sehr lang gezogenen Tönen und seiner Variabilität. Das macht wirklich eine Menge auf der Platte aus. An manchen Stellen, u.a. in "All Alone" bekam ich da schon etwas Gänsehaut. Was mich aber am meisten gefangen hat, das waren diese Melodien. Augen zu und einfach genießen. Das Intro von "Shields Of Gold" ist da ein gutes Beispiel für. Da denk ich wirklich an Wikinger und was dazu gehört. Das hat mich sehr beeindruckt und wie der Song dann im guten Headbangerstil weitergeht, das ist feinster Sound für den Nacken. Und hier hat er auch die Stimme mal so richtig schön tief werden lassen. Einer meiner Lieblinge auf dem Album.

Was Crom hier geschaffen hat, ist eine tolle Mischung aus kräftigen, harten Songs und ein paar sehr gefühlvollen Balladen, die euch tatsächlich berühren werden. Die eingepflegten Chöre tuen ihr Übriges für die gewisse Epik dazu. Es ist ein sehr abwechslungsreiches und interessantes Album geworden, was ich ohne Probleme empfehlen kann. Hoch die Hörner \m/


Tracklist:

1. Behold The Lights
2. All Alone
3. Shields Of Gold
4. Dear Father
5. Betrayal
6. I´m With You
7. Gods Of Glory
8. One Step To The Lake Below
9. Sentenced To Death
10. Rain
11. When Northmen Die
12. Farewell Song

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