Review

CONSTRAINT - Enlightened By Darkness30.03.2016

CONSTRAINT - Enlightened By Darkness

CONSTRAINT - Enlightened By Darkness

verfasst von Kalle


Okay... ich bin offiziell beeindruckt. Das kommt nicht oft vor, wenn ich ein Album höre, weil ich schon eine Menge gehört habe. So könnte man bei Contraint sagen: Ja das gab es schon und auch in der ähnlichen Art und Weise. Doch hier ist es jetzt etwas anders, denn die Sängerin dieser italienischen Symphonic Metal Band ist nicht älter als 28 Jahre, wenn ich schätzen müsste. Was diese bildhübsche junge Dame für eine Stimme hat, haut mich absolut um. Das Italienerinnen immer so stark sich für die Operngesänge entscheiden, ist wirklich verblüffend. Richtig grandios wird es dann noch mit der tollen Untermalung von metallischen Klängen. Wobei Contraint noch viel mehr Elemente einbauen. So ist in vielen Songs ein Klavier eingebaut, in "The Ending In Time" gibt es dazu noch eine Geige und dazu noch viel mehr.

Bei den Songs der Band kann man gar nicht darauf bauen, das sie schneller werden, denn dann würde diese fantastische Stimme nicht wirken. Manch einer würde sagen, dass sie zu dominant sei und die Instrumente quasi verschlingt. Dem würde ich nicht zustimmen, denn die Stimme ist genau das, was den Sound ausmacht. Sie nimmt den Songs diesen Allerweltsklang und gibt ihnen diese besondere Note. Es geht aber nicht nur in Opernstimme durch die neun Songs. In "The Birth" zeigt Sängerin Beatrice Bini, wie sie auch anders klingen kann. Es ist zwar etwas verstellt, aber gar nicht so schlecht. Bei der Ballade "Breathing Infinity" standen mir die Haare auf den Armen zu Berge und ich hatte eine verdammt lange Gänsehaut. Der Song ist so schön gemacht. Dieses Solo zwischen Geige und Gitarre ist phänomenal. Die Riffs und Drums wirken schwer und durch den Gesang bekommt das Ganze natürlich noch mehr Gewicht. Es ist Musik, die eben anders ist und dazu noch gut.

In "Autumn Hymn" verzichtet man ganz auf die harten Instrumente und der Gesang wird lediglich durch die Geige und das Klavier begleitet. Eine tolle Komposition! Was ich ebenfalls ganz witzig finde ist im letzten Song zu finden. Dort bringen Contraint mal so richtig ein Brett raus und zeigen das richtige Potential in ihrer Musik. Zuerst erinnert das Flötenspiel ein wenig an Jethro Tull und dann zum dritten Drittel des Songs gibt es ein Riffbrett, was einerseits schlicht wirkt, dem Song aber so eine gewisse Wendung gibt. Und mal ehrlich... wie cool ist das denn, wenn man sein Album mit einem Gitarrensolo ausklingen lässt? Das ist mega lässig und zeigt wie abgezockt die noch recht junge Band ist. Die Platte ist was für Feinschmecker, denn nicht jeder wird auf den Gesang abfahren. Ich tue es und kann daher das Album nur wärmstens ans Herz legen!

Tracklist:


01. Behind The Scenes
02. Talking Dumbs
03. The Ending Of Time
04. Illusion Of A Dream
05. The Birth
06. Breathing Infinity
07. Enlightened By Darkness
08. Autumn Hymn
09. Oniria

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