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CONAN - Revengeance13.02.2016

CONAN - Revengeance

CONAN - Revengeance

verfasst von Robert K.


Wenn man im Metal-Bereich von Conan spricht, meint man mit etwas Glück weder Conan, den Babaren noch Conan O´Brien, sondern vielmehr die britischen Stoner Doom-Kumpanen Conan. Mit ein paar Pausen zwischendurch donnert man seit 2006 durch die Lande und gerade die EP "Horseback Battle Hammer" und das erste Album "Monnos" haben vielleicht noch manche im Ohr oder in den Bauchmuskel, was bei den mächtigen Bässen kein Wunder wäre. Mit "Revengeance" holt man, zusammen mit Napalm Records, weit aus und wir werden gleich hören, ob das feurig wird oder nicht.

Man wird direkt wieder mit der heimischen Doom-Wohlfühl-Atmosphäre begrüßt, die man schon von den Vorgängern gewöhnt ist. Conan haben seit jeher ihren sehr eigenen Stil. Es wird schwer, langsam und ausgedehnt gespielt, wobei der Gesang das Tempo etwas schneller wirken lässt, wenn er zwischendurch mal vorbei geschrien kommt. Progressive Ansätze sollte man hier nicht vergebens suchen, aber das braucht die Platte auch nicht, denn man holt sehr viel aus den typischen Zutaten heraus. Lied um Lied erklingt ein neuer Nackenbrecher und man bemerkt kaum, dass das Album schon vier- oder fünfmal durchgelaufen ist.

Sehr schön ist, dass auf unnötige Solopassagen verzichtet wurde, die den Hörer ansonsten aus der Stimmung gebracht hätten. Man verlässt sich stattdessen auf bassgetriebene Melodien und ein passendes Schlagzeug, das die Schwere untermalt und zementiert. Damit dem Gesamtwerk auch nicht der spezielle Klang verloren geht, wurde darauf geachtet, die Produktion ein wenig dumpfer zu gestalten, zumindest bei der Instrumentalisierung. Der Gesang agiert eher im Hintergrund als zusätzliches Stilmittel und kommt in geschrienen halb-cleanen Teilen sowie Gegröhle daher.

Conan haben mit "Revengeance" ein mehr als solides Werk abgeliefert, das den Wurzel und Traditionen der Band treu bleibt. Es knüppelt bedächtig, aber stetig, wirkt nicht verwaschen und zeigt keine Ermüdungserscheinungen. Wenn man die Chance hat, die Truppe live zu erleben oder im Plattenladen zufällig daran vorbei läuft, sollte man sich dringend überlegen, das Portemonnaie zu ziehen. Wunschlos und erleichtert kann man eine glatte Empfehlung aussprechen!

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