Review

CONAN - Existential Void Guardian 06.10.2018

CONAN - Existential Void Guardian

CONAN - Existential Void Guardian

Verfasst von Robert K.


Spätestens nach ihrem dritten Album "Revengeance" aus dem Jahre 2016 haben sich die Briten von Conan in mein Herz gedonnert und jetzt, zwei Jahre danach, ist es endlich soweit und eine weitere Platte erblickt das doom-stonige Licht der Welt. Das gute Stück heißt "Existential Void Guardian" und erscheint über Napalm Records bei uns. Wie es abschneidet? Lassen wir uns überraschen.

Wer die Band bereits kennt, weiß es zu hören gibt - feinsten Doom und Stoner Metal, schwer, wuchtig und kopfspaltend wie eine Axt. Die Axt dieser Metapher haben die drei Jungs dieses Mal auch wieder neu angeschärft und sind dabei sogar etwas wilder als sonst geworden. War bisher alles auf dem Bass fokussiert, hat sich der Gesang mit in den Vordergrund gerückt und wird tief kreischend integriert. Das macht mehr als nur ein wenig Lust, das Album am Stück zu hören, denn obwohl man keine Paradigmensprünge in der Kreativabteilung erwarten kann, so stimmt doch das Gesamtkonzept mit Härte, Schwere und Atmosphäre, die sehr einnehmend daher kommt, da man sich nun auch traut, etwas schneller zu spielen und eher zum Punkt zu kommen.

Doom und gerade Stoner Richtungen haben sehr oft das Problem einer eher lückenhaften und dumpfen Produktion, doch dieses allgemeine Problem ist hier unauffindbar. Die Gruppe besteht nur aus Bass, Gitarre und Schlagzeug und nach wenigen Sekunden weiß man sehr genau, dass die Rhythmusgruppe die Hosen an hat. Die Aufnahmen sind astrein, absolut rein und lassen, gerade bei den Drums, keine Wünsche offen - jeder kleinste Beckenanschlag zählt und wird gehört - wie löblich! Dass das auch zur Stimmung der ganzen Platte beiträgt, muss wohl kaum erwähnt werden.

Schlussendlich ist man sehr gespalten darüber, wie sich "Existential Void Guardian" in die Diskografie von Conan einarbeitet. Ich finde, dass es ein ausgezeichnetes Album mit ist, das durchweg Kopfschüttellaune macht und auch im Hintergrund zu einen netten Plausch laufen kann - so etwas schafft nicht jede Band. Wer auf der Suche nach harten Doom ist, der auch etwas schneller als eine Schnecke voran kommt, darf hier gerne zugreifen. Sehr zu empfehlen!


Tracklist:

01. Prosper On The Path
02. Eye To Eye To Eye
03. Paincantation
04. Amidst The Infinite
05. Volt Thrower
06. Vexxagon
07. Eternal Silent Legend
08. Total Conquest (live)
09. Satsumo (live)
10. Foehammer (live)
11. Hawk As Weapon (live)


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