Review

CYHRA - Letters to Myself18.11.2017

CYHRA - Letters to Myself

CYHRA - Letters to Myself

von Matthias

Die Band Cyhra feiert mit dem Album Letters To Myself ihr Debut. Doch hinter den werten Herren stecken bei weitem keine Unbekannten, sondern erfahrene und hochgelobte Musiker. Gegründet wurde die Band nämlich vom Ex In Flames Gitarrist und Mastermind Jesper Strömblad und dem ehemaligen Amaranthe Sänger Jake E. Hinzu gesellten sich die ebenfalls wohl bekannten Peter Iwers ( Ex- In Flames) und Alex Landenburg ( u.a. Luca Turilli's Rhapsody). Die genannten Namen sind so gesehen Fluch und Segen zugleich, denn die Erfahrung und die Begabung der vier steht außer Frage. Andererseits waren die Erwartungen an Cyhra auch dementsprechend hoch. Wie die Platte abschneidet erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Auf dem Album Letters To Myself befinden sich insgesamt elf Tracks bei einer Spiellänge von 42 Minuten. Wer jetzt denkt, dass es mit dieser Combo zurück zu alten Melo-Death In Flames - Zeiten geht, der dürfte wohl sehr enttäuscht werden. Chrya klingen viel mehr nach Amaranthes Popmetal, der durch ein paar Strömblad-typische Riffs und Melodien aufgewertet wird. Grade Songs wie Here To Safe You und Letter To Myself bieten ordentliche Gitarrenbretter und sind wunderbar zum Headbangen geeignet und somit ist das Album für ein Debut auch in Ordnung. Mich stört aber die starke Einbindung von Orchestralen oder Synthi-artigen Sounds, welche doch zum Weichspülen beitragen. Der Größte Problempunkt ist aber der Gesang. Klar, die Stimme von Jake E ist immer auf den Punkt, doch sie ist so glattgebügelt, dass sie nicht über die Gesamte Albumlänge interessant bleibt. Dies wiegt einfach so schwer, da man sich für die Ausrichtung in Richtung Amaranthe entschieden hat.

Cyhra ist ein solides Debutalbum gelungen. Die Stärken der Band liegen meiner Meinung nach in ihren kraftvollen Melodien und der guten Songstruktur. Die Schwächen sind, meiner Meinung nach, der poppige-Metal und der recht einspurige Gesang. Fans von Amaranthe werden sich damit sehr gut anfreunden können. Fans von In Flames sollten lieber die Finger davon lassen - was ich sehr schade finde.  

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