Review

CHEVALIER - A Call To Arms15.04.2018

CHEVALIER - A Call To Arms

CHEVALIER - A Call To Arms

verfasst von Sebastian

Diese Woche ließ sich die Sonne endlich mal wieder blicken. Es wurde warm, man ging raus und genoss den Tag und die Laune wurde besser. Doch dann holt das Schicksal aus und verpasst mir einen Schlag in die Fresse, indem ich mir A Call To Arms von Chevalier geben muss. Vorab kann ich schon sagen, dass man dieses Erzeugnis (so will ich es mal nennen) wohl ausschließlich lieben oder hassen wird. Jedenfalls wurde das Album bereits im Jahr 2017 digital released. Dieses Jahr soll damit Schluss sein und die Fans von den fünf Finnen sollen auch etwas in der Hand halten können. Somit wird nun eine feine Vinylversion von A Call To Arms auf den Markt geschmissen. Auf Bonustracks bei diesem Re-Release müssen wir leider verzichten, dafür wurden die sechs bekannten Songs remastert.

Musikalisch macht "Under The Sceptre" auch direkt mal Spaß. Nach einem gesprochenen Intro baut sich langsam der Song auf. Nach ein paar Sekunden bekommen die Trommelfelle dann auch das, was sie sollen, richtig feinen Speed Metal. Auch der Stil der Instrumente sagt mir erst mal zu. Nichts ist überproduziert, sondern es klingt alles ein wenig verwaschen und rotzig. Doch die Freude währt nicht lang. Denn nun nimmt Emma das Mikro in die Hand und legt los. Und damit wird das Album für mich unerträglich. Es handelt sich bei dem was sie produziert nicht wirklich um Gesang, aber auch nicht um Gesprochenes. Es ist ein nervtötender Singsang bei dem oftmals Wörter in die Länge gezogen werden oder Textfetzen werden durch unnötige Screams verschandelt. Stilistisch ist der Gesang auf dem kompletten Album stark in den Hintergrund geschoben worden. Es ist ein dauernder Hall in den Vocals zu hören und selbiger klingt sehr weit weg. Man könnte fast vermuten, dass der Gesang im Zuge der Schadensbegrenzung so abgemischt wurde.

Und somit stehen die Instrumente bei Chevalier jedenfalls im Fokus. An selbigen werden auch gerne mal ein paar schöne Riffs oder Drumpassagen geboten. Als Anspieltipp kann ich jedoch "Chevalier" nennen. Da es zu großen Teilen ein Instrumental ist und nur selten zum Mikro gegriffen wird ist es erträglich und teilweise sogar gut. Tja, was man nun mit diesem Album erreichen will ist mir nicht ganz klar. Ob die Finnen sehr experimentell sind oder einfach einen Stil für Liebhaber machen, wissen sie wohl nur selbst. Jedenfalls rede ich Musik nur sehr ungerne schlecht, und ich denke das es auch ein paar Menschen gibt die A Call To Arms etwas abgewinnen können. Daher sollten Leute mit starken Nerven ruhig mal rein hören. Liebt es oder hasst es, aber irgendwem wird es schon gefallen. Ich bin da jedoch raus!

Tracklist:

01. Under The Sceptre
02. The Sorcerer
03. The Awakening
04. Chevalier
05. Ride For Revenge
06. Defenestration

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1230