Review

BUZZARD CANYON - Hellfire & Whiskey18.11.2016

BUZZARD CANYON - Hellfire & Whiskey

BUZZARD CANYON - Hellfire & Whiskey

verfasst von Sebastian

Fünf Personen die das Rad nicht neu erfinden, aber gut weiter rollen lassen wollen - das sind Buzzard Canyon. Die Dame und die vier Herren haben sich ganz dem Groove Rock verschrieben und nun, im Oktober, ihr Debut Album "Hellfire & Whiskey" unter dem Label Salt of Earth released. Ihr Erstling enthält acht Tracks und bietet 35 Minuten groovigen Rock. Und da soll meine Kritik beginnen. Ich kannte die Band bis dato nicht und erwartete nach dem Blick auf dem Cover etwas anderes. Ich weiß nicht was, aber etwas anderes. Das Resümee nach dem ersten Mal hören fiel daher nicht so positiv aus (naja es war auch früh morgens auf dem Weg zur Arbeit). Nach der anfänglichen Ernüchterung konnte ich mich jedoch relativ schnell mit der Musik anfreunden.

Die, durch die Bank weg, rockenden Tracks mit dem groovenden Gitarrenspiel, oft einsetzenden Solos die auch gerne länger ausgekostet werden verbreiteten bei mir eine doch entspannte Stimmung und trugen mich davon. Dem entgegen wirkte nur noch der Gesang. Dieser schallt einem oft im Duett entgegen. Wenn sich Amber Leigh und Aaron Lewis die Lyrics teilen empfinde ich es als eher etwas anstrengend. Tritt jedoch nur einer der beiden an das Mikro und singt für sich alleine gilt: Ich bin wieder voll dabei! Meine Anspieltipps für die Platte lauten: Highway Run - "Guns are loaded here I come - Hellfire & Whiskey" und die dazu monotone, etwas dreckige Gitarre... das bockt! Als nächstes würde ich "For the End" nennen. Einfach extrem experimentell.

Verabschieden tut einen das Lied "Not my Cross" welches fast schon als Instrumental durchgehen könnte. Was man diesen fünf ebenfalls noch lassen muss ist die Anerkennung, dass sie sich alles selbst erarbeitet und erspielt haben. Vor der Veröffentlichung von Hellfire & Whiskey floss viel Geld (welches auch nicht immer wieder reinkam) in Aufnahmen, Instrumente, und mehr. Auch an Liveerfahrung mangelt es ihnen nicht. Es wurden schon einige Auftritte auf Stoner- und Doomfestivals absolviert und auch als der ein oder andere Supportact waren sie schon im Einsatz. Am Rande sollte man noch das zur Platte zugehörige und in Eigenregie mit Billy Freeman aufgenommene Video erwähnen. Gedreht wurde es zu dem Opener "Highway Run" und erzählt die Geschichte von einem Überfall der ein eher unschönes Ende zeigt.

Mein Fazit: Musik die gut als Sountrack für Filme wie "Fear and Loathing in Las Vegas" dienen könnte. Man merkt, dass viel Herzblut in diesem Projekt steckt, was sich schon positiv auf die Platte auswirkt. Musikalisch stehe ich mittlerweile voll drauf und kann es all denen ans Herz legen die auf groovenden Sound, Solos und insgesamt auf Gitarren stehen die eher nach den 70ern und 80ern klingen. Gesanglich ist und bleibt es für mich durchwachsen. Bei diesem Album muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber gebt ihm eine Chance - es wird von Mal zu Mal besser!

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