Review

BURNING - Nightmares16.04.2016

BURNING - Nightmares

BURNING - Nightmares

verfasst von Karla the Fox


Es gibt eine Band, die heißt Burning und hat ein Album, das heißt Nightmares. Es gibt aber auch eine noch völlig unbekannte Band, die heißt Burning Nightmares. Was man nicht alles zufällig findet, wenn man neue Alben bekommt. Wir wollen uns heute mit Burning aus den schönen Niederlanden beschäftigen. Ihre Lyrics und Songs drehen sich um, wie sich vermuten lässt, um die Albträume, die jeden mal so plagen, plastisch dargestellt auf dem spookigen Coverart. Das ist so richtig billig gemacht, aber geil. Wie ein B-Movie Artwork.

Kommen wir zu den Songs. Sieben Stück sind es an der Zahl. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass der siebte ein Bonustrack ist, eine Single, die schon vor längerer Zeit veröffentlicht worden war, nämlich "Something is Lurking in the Dark". Vollkommen aus der Reihe tanzt "Anthem for the Lost Souls" mit 13 Minuten Spiellänge. Fast alle Songs sind im Midtempo gehalten. Manche nennen es NWOBHM, andere würden Doom sagen. Es ist beides und auf alle Fälle ist es Old School. Von Hugos Gesangsstil über das bereits erwähnte Albumcover bis hin zu den Lyrics und Sounds, Burning scheinen einer anderen Zeit anzugehören. Eine ihrer Stärken liegt in den tiefen, grollenden Saitensoli, also sowohl Bass als auch Gitarre. Die Songqualität bleibt hoch und authentisch über das ganze Album hinweg. Mir fehlt aber der Biss. Ein bisschen Screamen und Krächzen hätte der Musik den letzten Kick gegeben. So bewegen sich Burning in einem komfortablen Feld, mit erwarteter düsterer Bildsprache. Alles, was ein unterschwellig unheimlicher Albtraum brauchen könnte, um noch intensiver zu werden.

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