Review

BLOODBOUND - War Of Dragons30.01.2017

BLOODBOUND - War Of Dragons

BLOODBOUND - War Of Dragons

verfasst von Kalle

Anschnallen und festhalten ist angesagt. Hier kommt das neue Werk von Bloodbound, die im Namen des Metals unterwegs sind. Jedenfalls war dies mal einer ihrer Tracks, wo sie mehr in der Speed Metal Ecke zu Hause waren. Das hat sich jetzt etwas gewandelt, denn sie sind melodischer geworden. Das stellt "War Of Dragons" direkt unter Beweis. Es hast drei Jahre gebraucht, bis die Schweden eine neue Platte heraus bringen. Und die Zeit des Wartens hat sich gelohnt. Für mich ist die Platte schon nach dem ersten Hören ein Leckerbissen gewesen, weil sie so Klischeehaft daher kommt, das es einfach nur GEIL ist.

Die Songs sind alle auf das Thema Drachen ausgerichtet und überzeugen durch Tempo, Melodie und die gesamte Aufmachung. Nach dem Intro "A New Era Begins" zeigt euch "Battle In The Sky" gleich einmal wo das Tempo angesiedelt wurde und das mit dem Feuer gespielt wird. Heiß geht es her in dem Track. "Tears Of A Dragonheart" ist dagegen schon etwas sanfter anmutend, hat aber auch den Hintergrund, das Bloodbound hier über Tränen von Drachen singen und somit das etwas mit Gefühlen zu tun hat. Das drücken sie in den Noten gut aus. Was direkt zu Beginn auffällt - das Keyboard ist ein elementarer Bestandteil geworden und wird doch häufig und intensiv eingesetzt. In der Speed Metal Ära war das noch ein selten genutztes Instrument. Ich versuche auch die ganze Zeit zu überlegen, an welche Band mich Bloodbound in ihrem neuen Gewand ein wenig erinnern. Es könnte in die Richtung von Rhapsody gehen, wenn man es ungefähr ansiedeln mag. "War Of Dragons" ist der nächste knackige Track und danach wird es Hymnenartig. "Silver Wings" macht einen sehr epischen Eindruck, wenn man nach dem Chorus geht. Der Song besticht durch die ausgewogenen Tempowechsel.

Danach folgt die nächste epische Hymne mit "Stand And Fight". Für mich einer der ganz starken Tracks der Platte. Die Produktion ist so mächtig aufgezogen, wie es auch Gloryhammer hätten nicht anders gemacht. Auch die setzten auf ein Konzept und epische Tracks und haben dadurch eine große Fanbase gewonnen. Das Lied gewinnt mich allein durch die klassische Aufmachung und das schöne Gitarrensolo. "King Of Swords" ist mir persönlich dann doch etwas zuviel mit den Keyboards verwurzelt. Da hätte es durchaus etwas weniger sein dürfen. Bei "Fallen Heroes" sind die Chöre im Refrain etwas zu schwach zu vernehmen. Da hätte es etwas mehr Kraft sein dürfen. Ansonsten hat man sich hier wirklich etwas einfallen lassen. Geschwindigkeitsfanatiker kommen bei "Guardians At Heaven´s Gate" so richtig auf ihre Kosten. Der Track ist mit der Schnellste auf der Platte und ein Genuss für jeden Luftgitarristen. "Symphony Santa" ist für mich eine Mischung aus Sonata Arctica, Avantasia und Dragonforce, fällt aber sonst nicht weiter auf. Dafür dann "Starfall" umso mehr, denn hier wird etwas am Tempo gedreht. Es geht im gemütlichen Tempo dem Finale entgegen.

Zum Finale haben sich Bloodbound den Track "Dragons Are Forever" aufgehoben. Eine sehr starke Nummer, die episch daher kommt. Auf der gesamten Platte ist nicht viel mehr davon übrig, was Bloodbound einst waren. Dieser Wandel ist grandios gelungen und auch wenn jetzt hier die Klischeekeule geschwungen wird und es so klassisch ist, das es um Drachen geht... es ist verdammt Geil geworden. Die Platte hat nicht viele Ausrutscher, besticht durch tolles Tempo, eine grandiose Stimme und Gitarrensolos... die Melodic Metal Fans ihre Herzen höher schlagen lassen werden. Genießt dieses Werk, denn ist einfach toll geworden. Man muss sich nur an die vielen Keyboardklänge gewöhnen. Das ist aber mit das einzigste Manko, das ich festgestellt habe. Ich hab jetzt total Bock auf den Film "Dragonheart" und überlasse euch jetzt den Genuss des Albums. Absolute Empfehlung von meiner Seite.

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