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BLACK YET FULL OF STARS - st13.11.2016

BLACK YET FULL OF STARS - st

BLACK YET FULL OF STARS - st

verfasst von Karla the Fox

Was erwartet ihr, wie die Fans oder die Band selbst ihren Namen in Zukunft abkürzen werden? Ist ja doch recht lang. 'Black Yet'? 'BYFOS'? Nur so ein Gedanke, der mir nebenher kam, da dies ein Debutalbum ist und Black Yet Full Of Stars sich nun etablieren müssen.

Können sie das auch? Sie gaben ihrem Erstlingswerk, das sie mit Rockshots Music veröffentlicht haben, gleich die Rolle des Self Titled Album, von dem es in der Karriere jeder Band bekanntlich nur eins geben kann. Für ein Debut ist "Black Yet" (so nenne ich es jetzt) überragend produziert. Es kamen eine ganze Reihe von Instrumenten zum Auftritt, alle davon ordentlich abgemischt. Live könnte man es sich mit Support-Musikern oder einem Orchester vorstellen, vorrausgesetzt die Bandmitglieder greifen nicht selbst zu Streichern und Pauken. 

Ich habe auf diesem Album einen eindeutigen Lieblingssong, in dem diese ausdrucksstarken Instrumente den besonderen Flair ausmachen. "A Boy In Chains" ist ein Lied über einen Sklavenjungen, der verschleppt wird. Es spielt in einer Zeit oder Welt, die ich mit "Fluch der Karibik" oder gar "Game of Thrones" in Verbindung bringen würde. Der Starter "Lightborn" erinnert mich gar allgemein an Werke von Hans Zimmer, dem größten Komponisten unserer Zeit, doch verfliegen diese Momente auch gleich wieder. Wie so oft in der Rockmusik ist der Ausflug in diese Welt instrumentalisch schnell vorüber und es kommen die 'normalen' E-Gitarren und Co. zum Einsatz. Ich würde Bands befürworten, die es einfach durchziehen. Die bis zum Ende mit Fanfaren, Geigen und Kettengeklimper aufwarten würden. Doch da werde ich lange suchen können.

"Black Yet" sind Speed Metal. Sie sind aber nicht hyperaktiv und auch nicht so überzuckert wie manch Genrekollege. Ihre Kompositionen haben viel Raum für sich, sind so komplex wie es der Stil braucht, haben Kraft und Melodie. Es fehlt jedoch die Variation in der Stimme, und in der Stimmung. David Scott McBee singt seine Lyrics rough und...hmm, mir fällt kein besseres Wort als 'leicht gurgelnd' ein. Er kann mit ihr Geschichten erzählen, singt deutlich, eine klare Metalstimme. Jetzt muss er im zweiten Album zeigen, dass er auch Höhen und Tiefen beherrscht, langsame und rasant schnelle Parts. Wenn sie das auf die Reihe kriegen, bekommen "Black Yet" von mir endgültig den Stempel einer geilen Newcomerband aufgedrückt.

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