Review

BEASTMAKER - Lusus Naturae23.03.2016

BEASTMAKER - Lusus Naturae

BEASTMAKER - Lusus Naturae

verfasst von Robert K.

Wer sich mit der Biografie der folgenden Band auseinander setzt, staunt nicht schlecht, denn die Worte "stoned out sabbath groove" beschreiben die Kalifornier Beastmaker, die ihr Debütalbum "Lusus Naturae" an dem geneigten Hörer bringen wollen. Nach zwei Demos und einer EP schaffen es die drei Jungs aus Fresno nach ihrer Gründung 2014 auf eine Spielzeit, welche ein Album rechtfertigt. Als Inspirationen gelten, wie schon eingangs erwähnt, Black Sabbath, auch Danzig und eine bewusstseinserweiternde Substanz namens "Weed". Wenn man das alles zusammenlegt, kommt man auf eine Mischung aus Doom und Stoner, was sich auch so auf der CD wiederfindet. Der Titel bedeutet übersetzt sinngemäß übrigens "Laune der Natur". Bisher ganz sympathisch.

Eine allgegenwärtige Befürchtung im Doom- und Stoner-Bereich ist die Gratwanderung zwischen Groove und Langeweile. Nicht all zu viele Künstler schaffen es, diese Prüfung zu überstehen und hinterlassen meist eine karge Klanglandschaft ohne Abwechslung und seltsamen Eigenbeweihräucherung. Der Ansatz der Truppe lässt schon mal darauf schließen, dass man sich hier neben dem Weed auch der Musik gewidmet hat, denn der Unterhaltungswer ist durchgängig hoch. Doom und Stoner passen insofern gut zusammen, da man eine ähnliche Stimmung hervor ruft, auch wenn der Grundgedanke ein wenig anders ist - hier spielt man mit dieser Idee.

Es gestaltet sich einfach, die Scheibe dauernd zu hören, da man immer wieder leicht einsteigen kann und der Groove-Faktor mitreißend ist. Die Verarbeitung wird Stoner-Freunde sehr zufriedenstellen, denn es herrscht eine gewisse Dumpfheit im Klang, die eine Couchatmosphäre erzeugt und das Gespielte etwas in den Hinterhof oder die Garage holen, wo es nachempfunden werden kann. Textlich geht es in eine düstere, psychedelische Richtung, beispielsweise in "Astral Corpse" oder "You must sin" - Obacht also fu jene, die zart besaitet sind.

Der Hörer wird hier tatsächlich durchgehend gut unterhalten und gerade anspruchsvollere Stoner-Enthusiasten und Groove mögende Doom-Fans kommen wahrlich auf ihre Kosten. Das Album wirkt ehrlich und lässt sich zu Kaffee und Cookies genau so gut hören, wie zu einem Bier und 'ner Tüte. Wer eine schicke Platte mit Nachbarschaftsflair sucht, wird hier sicherlich fündig. Greift zu, Doom-Stoner-Freunde!

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