Review

AXID RAIN - One Way Run05.11.2015

AXID RAIN - One Way Run

AXID RAIN - One Way Run

verfasst von Kalle

Als ich die Platte zum ersten Mal angespielt hatte, dachte ich erst, die müsste ich meiner Kollegin Karla The Fox geben, doch da wir musikalisch auf fast gleicher Wellenlänge sind, dachte ich mir... das mach ich mal schön selbst und daher... Platte weiterspielen lassen und mehrfach durchgehört. Dabei sagt doch der Name des Albums "One Way Run", also nur einmal laufen lassen... natürlich nicht, denn es ist ganz anständig was dort von den Jungs aus Oederquart kommt. Sie selbst bezeichnen ihr Genre als Flatrock und da muss ich gestehen, sehe ich eine Gefahr hinter.

Denn wenn man etwas unbegrenzt hat, dann läuft man schnell in die Falle und lässt es gleich klingen. Und jetzt kommt der Bezug zum Album... Viele der Songs haben einen ähnlichen Aufbau und auch Klang... Mir persönlich fehlt da ein wenig die Abwechslung in den Songs. Und das liegt nicht am Inhalt der Songs, sondern eher am Tempo der Stücke was so einheitlich ist. Keine wirklichen Spielerein mit mal flott, mal langsam sondern eher wirklich so oft genutztes Midtempo. Die Variationen in der Stimme sind wenig überraschend, sondern ebenfalls sehr durchschaubar. Man versucht in die Hard / Glam Rock Ecke zu driften mit dem Sound... so Mötley Crüe meets Twisted Sister und Guns´n´Roses und werden von Aerosmith gestoppt. Da ist doch eine Menge drin und wenig zu erkennen.

Es gibt eine wirkliche Überraschung auf der Platte, die gleichzeitig auch mein persönlicher Favourit ist... "Story About Nothing", die Ballade mit sehr gefühlvollem Gitarrensolo. Aber hätte der Hall in der Stimme wirklich sein müssen? Er kommt doch ganz gut mit seiner Tonlage hin, aber da hat man sich vielleicht etwas zu sehr an den Reglern bedient. Schade, denn im gesamten Werk steckt Potential.

Vielleicht sind Axid Rain aber auch genau so ein Phänomen, wo die Songs auf der Platte erst richtig zünden, wenn man die Jungs auch mal live erlebt hat. Manche Bands klingen auf Platte eher so nach Mittelmaß oder weniger und knallen dafür aber umso geiler auf Livekonzerten rein. Das könnte ich mir hier durchaus vorstellen. Denn anders als bei Livekonzerten, fehlt mir hier die zündene Energie, welche versucht wird in die Songs zu bringen. Und ich hab die Platte mehrere Male gehört und klar... immer wieder was Neues rausgehört oder hier und da mehr mein Fokus drauf gelegt, aber dennoch fehlt mir irgendwo der ganz große Funke, der die Platte zum Catcher macht. Potentiall und Sound sind da... aber Abwechslung sollte mehr geboten werden.

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