Review

AXEVYPER - Into The Serpent´s Den12.02.2016

AXEVYPER - Into The Serpent´s Den

AXEVYPER - Into The Serpent´s Den

verfasst von Kalle


Italien ist bekannt für gute Pasta, gute Pizza und leckeres Eis. Im Normalfall kommen von dort auch gute Power- und Symphonic Metalbands her. Jetzt aber überrascht eine Band, die sich dem klassichen Heavy Metal verschrieben hat. Axevyper nennen sie sich und sie bringen mit dem jetztigen Album ihre bereits dritte große Veröffentlichung hervor.

Und was darf im klassichen Heavy Metal nicht fehlen? Ganz genau! Hohes Tempo, geile Gitarrensolos, Songs über Krieger und Schwerter und eine gehörige Portion Eier. Das die bei Sänger Luca "Fils" Cicero" noch vorhanden sind, werden vielleicht einige Leute anzweifeln, denn manch Scream ist schon extrem hoch gegriffen und wird gerne als Eierkneifer bezeichnet, doch der Herr weiß ganz genau, was er da macht. Manchmal hat man evtl. das Gefühl er kommt dem Tempo der Musik nicht hinterher mit der Stimme und sein Akzent ist ebenfalls heraus zuhören, dennoch... der Typ passt wie die Faust aufs Auge zu der Art von Metal. Aber vorsicht... hin und wieder könnte man die Stimme als zu einheitlich finden und wenig abwechslungsreich.

Wer auf der Platte eine Verschnaufpause sucht, der kann darauf ehrlich gesagt lange warten, denn einzig bei "The Adventurer" geht es etwas ruhiger zu. Bei Songs wie "Metal Tyrant", "Solar Warrior" oder "Brothers Of the Black Sword" gibt es voll aufs Fressbrett. Das ist kein Metal für Rummsteher... das ist Metal für die... die in den ersten Reihen nach einem zwei Stunden Konzert komplett durchgeschwitzt fragen, wann es endlich los geht. Das Album hat Kraft, weis zu gefallen, wird aber aufgrund der auf Dauer eintönigen Stimme kein Dauerbrenner bei mir. Ich könnt mir die Songs sogar glatt ganz ohne Gesang vorstellen, weil die musikalischen Parts mega sind! Das ist keinesfalls eine Abwertung der Gesangsfähigkeiten, sondern nur meine persönliche Einschätzung, wie ich mir diese Songs vorstellen könnte.

Denn was da dank der Gitarristen Guido Tiberi, Damiano Michetti und Drummer Niccoló Vanni durch die Boxen kommt, das hat Hand und Fuß. Sie lassen Bassisten Andrea Tognetti kaum eine Chance sich zu beweisen. Nur in ruhigen Parts und bei genauerem Hinhören bekommt man von den tiefen Basstönen etwas mit. Ansonsten ist das ein Riffgewitter was euch umhauen wird. Also anschnallen und das italienische Temprament spühren. Gute Werk!

Alle CD Reviews

Treffer 1 bis 200 von 1234