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AVATAR - Avatar Country06.01.2018

AVATAR - Avatar Country

AVATAR - Avatar Country

verfasst von Maxe

Moin Freunde! Manchmal ist das mit den Genrebeschreibungen der Bands so eine Sache. Von Melodic Metalern, die kein Melodic Metal machen, bis hin zum Hippie Metal hatte ich schon so einige verwunderliche Genres. Mit Avatar habe ich heute zum Beispiel ein paar Death Metaler, die selbst für meine - nicht ganz auf Death Metal geeichte - Ohren sehr angenehm zu hören sind.

Nach dem obligatorischen Intro gehts mit "The Legend of the King" los. Der Beginn des Songs mutet dabei so powermetalig an, dass er auch direkt von Dragonforce höchst selbst sein könnte. Lasst euch aber nicht täuschen, denn die Death Metal Einflüsse brauchen nicht allzu lange, um zum Vorschein zu kommen. Sehr angenehm ist dabei, dass man die Lyrics sogar während der typischen Growls gut verstehen kann. Dazu kommen unüblicherweise saubere Clean Vocals und unglaublich gute Solis. Hier sei gesagt, dass die Jungs an den Instrumenten unglaublich abliefern. Geniale Riffs, ne geile Bassline und Solis, die sich gewaschen haben. Avatars Sound ist ein absolutes Brett. Weiter zu Song Zwei und wir machen einen ordentlichen Genresprung. "The King Welcomes You to Avatar Country" zeigt uns direkt, dass Avatar nicht nur Death Metal können. Heftigste Rock'N'Roll Elemente lassen uns förmlich durch den Song grooven. Zum Glück vergessen die Jungs ihr Genre nicht ganz, sodass man sich die harten Stellen durchaus behalten hat. Der Song ist eine komische Mischung, funktioniert aber einwandfrei. Wenn man sich durch die Titel der Songs liest, fällt einem auf, dass die Band eine Menge Humor mitbringt und sich nicht so ganz ernst nimmt.

So wird in einer zehn Song starken Titelliste das Wort "King" 13 Mal erwähnt. Sollte es einem auffallen, kommt man nicht ums Schmunzeln herum. Spätestens mit "The King Speaks" ist uns diese Band dann vollends sympathisch. Kein Song, sondern die Ansprache des Königs an sein Volk. Hier ein Auszug: "Heute morgen nahm ich ein Bad." woraufhin das Volk enthusiastisch zu Jubeln beginnt und ein Volleyball-Match ausgerufen wird. Ergibt keinen Sinn? Muss es auch nicht. Avatar entlassen uns aus dem Album mit zwei Instrumentalstücken. Das Erste düster und atmosphärisch und komplett ohne Gitarren-Sounds. Das Zweite kraftvoll und rhythmisch.

Die vielen verschiedenen Einflüsse geben Avatar ihren ganz eigenen Sound, welcher mich vollends überzeugt hat. Ich kann "Avatar Country" nur jedem ans Herz legen. Ob ihr nun Death Metal hört oder nicht, wenn ihr ein wenig experimentierfreudig seid, werdet ihr hier sicher nicht enttäuscht. All hail the king. Grüße. Maxe

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