Review

ATLANTIC TIDES - Atlantic Tides09.10.2016

ATLANTIC TIDES - Atlantic Tides

ATLANTIC TIDES - Atlantic Tides

verfasst von Zonic

"Das sind doch bestimmt Amerikaner? dachte ich, als meine Ohren die ersten Klänge des Albums "Atlantic Tides" der gleichnamigen Band vernahmen. Was soll ich sagen: Falsch gedacht! Die vier Jungs der Alternative Rockband haben ihre Wurzeln nämlich in Mailand und klingen in meinen Ohren irgendwie so gar nicht italienisch. Macht aber nix, denn das tut der Scheibe überhaupt keinen Abbruch. 2010 wurde die Band gegründet und hat seither sehr viel Live-Erfahrung sammeln und ein Album hervorbringen können. Dies ist nun deren zweiter Streich und hat absolut das Potenzial dazu, ganz vorne im Alternative Bereich mitzumischen!

Schon der erste Song "Cara" gibt einem ordentlich auf die Nuss. An dieser Stelle ziehe ich den Hut vor dem Drummer, der gekonnt zwischen On- und Off-Beat herspringt und mit technischen Raffinessen nicht geizt.

"Dust" lässt anfangs die Gitarren im Becken des Schlagzeugs schwimmen und versteht es wie selbstverständlich, einen Spannungsfaden durch den Song zu ziehen.

"Lily oft he Valley" wird in den Strophen vom Bass getragen und baut im Refrain eine Große Gitarrenwand hinter Sänger Gabriele auf.

"Hard Times" gibt und am Anfang zwirbelnde Gitarren, die auch in der Strophe wie Moskitos um Gabriele herumfliegen. Im Refrain jedoch schwimmen sie angenehm verzerrt im Schlagzeug.

"In the Wings" wird bestimmt vom Bassdrumbeat und einer akzentuierten Gitarre, die stärker wird und im Refrain geschmeidig hinter dem Sänger bleibt.

"Silverleaf" sticht noch einmal heraus, da es sehr basslastig ist und der Drummer sehr viel Tomeinsatz zeigt. Im Kontrast dazu "klimpert" eine seichte Gitarre hinter Gabriele die Begleitung. Etwa zur Hälfte des Liedes bricht der Song aus und entwickelt sich zu einer sehr gelungenen Alternative-Ballade. Dieser Song schließt dann auch schon eine runde Platte ab und hinterlässt eine leicht melancholische Stimmung.

Meiner Meinung nach ist das ein äußerst gelungenes Album. Die Tatsache, dass die Band so viel touren durfte, hat ihnen sicherlich hierbei geholfen, denn sie sparen nicht mit technischen Feinheiten. Sie übertreiben es aber auch nicht, sondern setzen ihre erworbenen Fähigkeiten gekonnt auf den Punkt. Auch der Mix stimmt für mich hier sehr gut. Auch der Zeitpunkt für den release ist gut gewählt, denn auf die kalten Herbst- und Wintertage bringt uns diese Platte ein kleines bisschen Sommer zurück. Ich hoffe, dass euer Gehör ebenfalls das Vergnügen haben wird, sich hier einmal durchzuhören. Es lohnt sich auf jeden Fall!

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