Review

AMON AMARTH - Jomsviking21.03.2016

AMON AMARTH - Jomsviking

AMON AMARTH - Jomsviking

verfasst von Kalle

Es ist schon ein geiler Kontrast... eben hörte ich noch die neue Platte von Babymetal aus Japan und jetzt geht es rüber nach Schweden zu den kräftigen Kerlen von Amon Amarth. Zwischen den zierlichen Mädels und den Vikingern liegen Luftlinie einige Kilometer, musikalisch finden sich bei Babymetal aber einige Elemente der Schweden wieder. Die kommen jetzt mit Jomsviking um die Ecke und lassen mein Metalherz gleich wieder ganz kräftig werden.

Die Platte schlägt von der ersten Sekunde ein und bleibt über die gesamten elf Songs ein einziges Brett. Amon Amarth knüpfen mit Jomsviking an die Vorgänger Deciver Of The Gods und Surtur Rising an. Musikalisch bleiben sie sich dabei ihrer Linie absolut treu und wie im Fußball, so auch in der Musik: Never change a winning team. Wobei sie schon ein wenig geändert haben. Ihr zehntes Studioalbum ist nämlich ein Konzeptalbum mit Geschichte über alle Songs verteilt. Es geht um die Jomswikinger, die einst ein legendärer Söldnerbund waren. Die Songs handeln von Liebe, Rache, Kampf und weiteren Taten. Das hat etwas mit Gefühlen zu tun, die man bei Amon Amarth über Jahre hat vergeblich gesucht. Ihr müsst auch jetzt keine Angst haben, denn eine wirkliche Ballade ist auch auf Jomsviking nicht zu finden.

Dafür bekommt ihr den klassischen Sound der Schweden um Johann Hegg. Brachiale Riffs, kräftige Drums und melodische Gitarrensoli, gemischt mit Johan seiner unverkennbaren Stimme ergeben ein grandioses Hörerlebnis. Die Platte hält auch einige Überraschungen bereit. Eine davon ist in "A Dream That Cannot Be" zu finden. Dort gibt es eine Gastsängerin, die wie die Faust aufs Auge zu diesem Song und dem Sound passt. Doro Pesch singt einige Passagen in dem Track mit und kann vollends überzeugen.

Das Album macht Laune und läuft bei mir seit Erhalt schon in Dauerschleife. Ich garantiere jedem Fan der Band das Gleiche und wer noch einen Grund sucht, um mit Amon Amarth anzufangen... mit Jomsviking hat er ihn gefunden. Geile Platte und darauf ein leckeren Met!


1. First Kill
2. Wanderer
3. On A Sea Of Blood
4. One Against All
5. Raise Your Horns
6. The Way Of Vikings
7. At Dawn´s First Light
8. One Thousand Burning Arrows
9. Vengeance Is My Name (Bonus Track)
10. A Dream That Cannot Be (feat. Doro Pesch)
11. Back On Northern Shores

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