Review

ALMANAC - Kingslayer13.02.2018

ALMANAC - Kingslayer

ALMANAC - Kingslayer

verfasst von Ben S.

"Almanac" sind fleißig und servieren ihr zweites Album "Kingslayer" seit der Gründung der Band vor drei Jahren. Wie schon auf ihrem Debüt "Tsar" erwarten den geneigten Zuhörer und Powermetal-Freund hymnenhafte Epen voller Kraft und Ausdrucksstärke. Mal schnell und wild, mal langsam und zart. Aber allesamt verdammt gut komponiert und produziert.

Gitarrenhexer Victor Smolski macht so schnell eben keiner was vor und er stellt wiederholt unter Beweis, dass er ein ausgezeichneter Songwriter ist. Mehr noch als auf ihrem ersten Album entwickeln sich "Almanac" in Richtung Härte, was mir sehr gut gefällt. Klar, das ganze Konzept ist auf ausladenden Keyboard-Melodien gebaut und schafft es auch tatsächlich (noch) nicht auf die Nerven zu Fallen. Zwischen dem elektronischen Zucker gibt es nämlich auch genügend Platz für scharfe Riffs, versierte Solos, einen satten Doublebase und ausgeklügelte Tieftonlinien.

Auch die drei SängerInnen David Readman, Jeanette Marchewka und Andy B. Franck harmonieren wunderbar als Trio. Schade ist nur, dass Franck Anfang 2018 den Entschluss gefasst hat, die Band zu verlassen. Seine Entscheidung, sich zu 100% auf seine Stammkapelle "Brainstorm" zu fokussieren, ist allerdings verständlich. Trotzdem, sein warmes Reibeisen wird sicherlich fehlen. Auch gab es am Bass und hinter der Schießbude einen Besetzungswechsel. Dies tut aber nichts weiter zur Sache, die Gruppierung bildet eine gute Einheit und scheint eingespielt.

Jetzt heißt es für "Almanac" aber Obacht. Denn auch wenn sie mit ihrem zweiten Longplayer ein gutes Album abgeliefert haben, klopft die Wiederholung schon leise und unterschwellig an der Tür. Die Gefahr der Stagnation ist in einem repetitiven Genre wie dem Powermetal ja nun leider gegeben. Mal schauen, was Smolski und seine Mannen (und "seine" Frau) uns auf Album Nummer drei servieren werden.

Wann das Album erscheint, steht aber allerdings noch in den Sternen und bis dahin kann man musikalisch ein paar Könige metzeln.

Tracks:

01. Regicide
02. Children Of The Sacred Path
03. Guilty As Charged
04. Hail To The King
05. Losing My Mind
06. Kingslayer
07. Kingdom Of the Blind
08. Headstrong
09. Last Farewell
10. Red Flag



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