Review

AFTERLIFE SYMPHONY - Moment Between Lives13.11.2016

AFTERLIFE SYMPHONY - Moment Between Lives

AFTERLIFE SYMPHONY - Moment Between Lives

verfasst von Kalle

Das Schöne am Review schreiben ist ja immer, dass man ständig Überraschungen erlebt und selten eine Platte der davor ähnelt. Bei Afterlife Symphony aus Italien habe ich mich wirklich überrascht gefühlt, denn bevor ich überhaupt die Musik gehört habe, las ich mir die Beschreibung der Band durch und bin auf eine interessante Mischung an Bands gestoßen, die den Sound etwas beschreibt: Nightwish, Epica, Dimmu Borgier und dazu Hans Zimmer sind nur eine kleine Auswahl der Genannten. Dann habe ich das erste Mal reingehört und habe sofort an eine ganz andere Band gedacht. Mir kamen nämlich noch Evanescence in den Sinn. Der Grund dafür liegt in der Stimme von Sängerin Anna Giusto. Die Band gibt es seit ungefähr 2010, bestand davor als eine Art Projekt. Sie stammen aus der Nähe von Venedig, aus einem Ort mit dem Namen Padua.

Diese Vergleiche mit Nightwish und Dimmu Borgier kommen natürlich nicht von irgendwo her. Die Songs haben natürlich ein ganz schön fettes Arrangement, wenn man diese harten Riffs, die kräftigen Drums und diese orchestralichen Klänge durch das Keyboard sich mal wirklich ins Gehör führt. Da steckt eine verdammt große Leidenschaft zu epischen Klängen drin, die aber sehr tiefgründig sind und nicht von großen epochialen Melodien getragen wird, sondern eher ins düstere abschweift. Das Sängerin Anna nicht in den Operngesang abdriftet halte ich auch für ein ganz großes Gut der Band. Allerdings könnte es noch etwas mehr Volumen in der Stimme vertragen, denn die Musik ist wirklich sehr bombastisch. Daran Schuld sind u.a. Stefan an den Keyboards, Eddy an der Gitarre und Nicolas am Bass. Die Drums, auf diesem Album eine tragende Rolle spielen, übernimmt Antonio Gobbato. Und wie kommt die Band jetzt auf den Zusatz mit Hans Zimmer in der Beschreibung?

Das erklärt sich durch die orchstralischen Klänge. Das wirkt fast wie ein Kinosoundtrack und da ist Hans Zimmer nunmal ein Meister seines Fachs. Das sie ihn als Vergleich wählen, hat somit gute Gründe. Songs wie "The Abyss", "Seventh" oder "Last Hope" lassen euch wirklich abschalten und in andere Welten abtauchen. Die Italiener überzeugen mich vom ersten Ton an und gerade weil es so tiefgründige Klänge sind, fängt mich das Album komplett. Es ist aber ein Album, was ich mir nur auf Platte anhören kann. Live stelle ich mir diese Musik sehr schwer vor, es sei denn: Sie spielen mit einem Orchester zusammen in einem großen Saal und untermalen Filme oder Computerspiele, die dann auf der Leinwand gezeigt werden. Ein Starkes Werk ist es aber in jedem Fall.


Tracklist:

1. Half-Moon Night
2. The Abyss
3. Under The Sleeping Tree
4. My Existence To You
5. Broken Breath
6. Dreamer´s Paradox
7. Seventh
8. Last Hope
9. Novembre Part I
10. Novembre Part II
11. Genesis Of Eternity

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