Eröffnet wurde die Show durch den Chefredakteur Christof Leim. In seiner kurzen Ansprache erklärte er den Hintergrund der Awards und begrüßte die beiden Moderatoren, die durch den Abend führen sollten. Diese beiden Herren waren Hannes und Vito der Erlanger Spassfraktion J.B.O., welche vor kurzer Zeit erst ihr aktuelles "Killeralbum" auf den Markt gebracht haben. Sie hielten ebenfalls eine kurze Eröffnungsrede und gaben dann ab an die Hauptbühne.
Dort haben sich bereits Audrey Horne bereit gemacht. Die Norweger sorgten zum musikalischen Auftakt mit ihrem Hard Rock gleich mal für ordentlich Stimmung. Leider hatte der Tontechniker wohl den Beginn verschlafen, denn der Sound wirkte etwas leise. Dementsprechend war das Publikum auch etwas verhalten gewesen, nur in den ersten zwei Reihen wehten ein paar Haare beim Headbangen. Nach einer guten halben Stunde verließen Audrey Horne die Bühne und die Moderatoren übernahmen wieder.
Nun ging es an die Verleihung der ersten Awards. Die erste Kategorie war "Best Debut". Hier gewannen die Norweger von Kvelertak, von denen 2 Bandmitglieder den Preis entgegen nahmen. Die zweite Kategorie nannte sich "God of Riffs". Zur Einleitung schmetterten einige Riffs über ihre Verstärker und das Publikum durfte den dazugehörigen Song erraten. Als Laudatoren wurden The Boss Hoss auf die Bühne geholt. Gewonnen hatte den Award Mille von Kreator. Nach einer sehr kurzen Danksagung wurde er von der Bühne gebeten und es ging zur dritten Kategorie dem "Maximum Metal" Award. Dies ist ein Preis, den die Redaktion des Metal Hammers verliehen hat. Gewonnen hat ihn Nergal von Behemoth, der nach einer schweren Krankheit sich wieder zurückgekämpft hat.
Um kurz nach 22 Uhr ging es auf der Showbühne im Berliner Kesselhaus weiter. Zu Gast waren Primal Fear. Von Beginn an gaben sie Gas und schmetterten einen Klassiker nach dem anderen raus. Die Setlist bestand aus unter anderem Chainbreaker, Nuclear Fire, 16.6, Final Embrace und Metal is Forever. Die Boxen rauchten förmlich und bei dem Hammer Solo von Gitarrist Alex gab es für die Luftgitarrenfreunde kein halten mehr. Ralf Scheepers war stimmlich in begnadeter Form und so verwunderte es nicht, dass auch Mat Sinner auftaute. Die Band hatte Spass auf der Bühne und vermittelte diesen. Erfreulich ist auch die Nachricht einer neuen Tour von Primal Fear im April 2012.
Es ging dann um 22:40 Uhr weiter mit den nächsten Awards. In der vierten Kategorie erhielten Audrey Horne einen Award für "Up and Coming". Für den "bestGerman Act" war sich das Publikum, vor der Bekanntgabe, nicht einig. Die Nominierten waren sehr hochklassig und am Ende durchsetzen konnten sich Heaven Shall Burn. Bis auf ein Mitglied ist die komplette Band zur Übergabe vor Ort. Den sechsten Award verliehen Vito und Hannes für die "Metal Legend". Als Metal Legende wurde Lars Ulrich von Metallica ausgezeichnet. Mit einer Videobotschaft bedankte er sich beim Metal Hammer und den Fans. Normalerweise hatten die Künstler nur eine Minute an Redezeit, doch Lars redete gut sieben Minuten lang. Danach kam Schwimmweltmeister Paul Biedermann auf die Bühne um den siebten Award in der Kategorie "Best Album" zu verleihen. Diese Ehrung ging an Amon Amarth mit Surtur Rising. Paul Biedermann empfing u.a. Johan Hegg auf der Bühne mit einem Amon Amarth Shirt an. Eine kurze Danksagung, Fotos für die Presse und die Band verschwand in dem Backstage-Bereich.
Um kurz nach 23 Uhr trat die dritte Band des Abends auf die Bühne. Caliban baten zum Tanz und das Publikum tanzte in Form eines Moshpits. Die Lichtshow konnte sehr überzeugen und auch trotz der einen kleinen Panne am Anfang des ersten Songs, wo Sänger Andreas nicht zu verstehen war, konnte der Auftritt überzeugen. Nach gut 30 Minuten war auch dieser Gig zu Ende und man ging zur Gitarrenverlosung über. Gewonnen hat ein junger Mann, dessen Kartennummer von der Glücksfeh gezogen wurde.
Die letzten drei Awards wurden nun verliehen und zuerst ging es an die "Metal Anthem". Die Nominierten wurden von Laudator Mat Sinner präsentiert und abgeräumt haben Accept mit Teutonic Terror. Zur Überraschung sind extra aus Amerika Peter Baltes und Wolf Hoffmann eingeflogen, um den Preis persönlich in Empfang zu nehmen. In der neunten Kategorie wurde der Award für "Best International" verliehen. Hier gewannen Volbeat und Sänger Michael Poulsen bedankte sich per kurzer Videobotschaft. Den letzten Award des Abends gab es für "Best Live Band". Leicht angetrunken nahmen zwei Bandmember der In Flames den Award entgegen. Kurze trockene Ansage und dann verschwanden sie auch zum nächsten Bier. Am Ende der Verleihung kam noch einmal Christof Leim auf die Bühne und bedankte sich erneut für den gelungenden Abend. Danach durften auch Hannes und Vito ihre letzten Worte verrichten. Sie kündigten den Headliner des Abends an.
Aufgrund einiger technischer Probleme am Mischpult traten die Apokalyptischen Reiter mit gut 20 Minuten Verspätung auf. Sänger Daniel "Fuchs" Täumel kam durch viel Nebel über eine Hebebühne nach oben gefahren. Die Reiter schmetterten in dem gut einstündigem Set einen Kracher nach dem anderen und zündeten ordentlich Konfetti. Songs wie Schlimmer als es ist, Revolution, Friede sei mit dir, hört auf euch, der Weg und kleine Wichte schmückten die Setlist. Die Fans waren begeistert und sprangen, sangen und feierten ordentlich mit. Bei Seemann durfte dann ein jeder der wollte auf die Bühne gehen und mitfeiern. Ein grandioser Auftritt der richtig Hunger auf mehr macht.
Damit ging die Metal Hammer Award Show um kurz vor halb zwei zu Ende und während die ersten nach Hause gingen, legte noch ein DJ die größten Metalklassiker auf. Fans und Bands feierten noch bis in die frühen Morgenstunden.
Man kann gespannt sein, wer im Jahr 2012 die Awards abräumen wird. Kalle-Rock.de wird für euch vor Ort sein.
Hier nochmal in die Übersicht der Preisträger:
Best Debut - Kverlertak
God of Riffs - Mille von Kreator
Maximum Metal - Nergal von Behemoth
Up and Coming - Audrey Horne
Best German Act - Heaven Shall Burn
Metal Legend - Lars Ulrich von Metallica
Best Album - Amon Amart (Surtur Rising)
Metal Anthem - Accept (Teutonic Terror)
Best International - Volbeat
Best Live Band - In Flames