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ANCESTRAL - Master of Fate05.02.2017

ANCESTRAL - Master of Fate

ANCESTRAL - Master of Fate

verfasst von Sebastian

Der Name Ancestral schlummerte irgendwo in den Tiefen meiner Erinnerung. Aber nach den Songs der neuen Platte "Master of Fate" ist er wieder verdammt weit vorne mit dabei. Das ich diese Band nicht mehr direkt auf dem Schirm hatte kann dadurch geschuldet sein, dass es Ancestral bereits seit 1999 gibt, sie bis dato aber nur ein Album hervorgebracht haben. Mit dem nun, am 20.01.17, erschienen Album legen sie die Messlatte für die Alben die dieses Jahr erscheinen aber verdammt hoch - jedenfalls was die Power- und Speedmetalschiene betrifft. Italien, genauer gesagt Sizilien, kann nicht nur ruhig und besonnen. Gegen Ancestral kann die nudelkochende Mama Mia mit ihrer Harmonie einpacken.

Kreischende Gitarren Riffs, rasende Drums und das alles in einem wahnsinnigen Tempo geben nun den Takt an. Dazu ein wahrlich toller und perfekter Gesang von Jo Lombardo. Und ja, für den Powermetalbereich hat er wirklich ein perfektes Organ. Er kann singen und das auch perfekt in den hohen Stimmlagen. Aber auch Massimiliano an den Drums zeigt bei jedem Song seine Können und vor allem die Geschwindigkeit in der er sein Instrument beherrscht. Teilweise könnte man auch denken das weniger etwas mehr wäre. Anstatt ewiges Gedresche sollte zwischendurch etwas Abwechslung geboten werden, aber dies ist Kritik auf hohem Niveau und betrifft auch nur ein oder zwei Songs des Albums. Und auch wenn es eintönig erscheint geht es mit dem Lob nahtlos weiter. was die beiden Gitarristen Alessandro und Carmelo abliefern ist einfach Freude und Können pur in jedem Ton. Domizianao am Bass rundet das Ganze dann noch perfekt ab. Einen kleinen schönen Cut bietet dann der Track ?Refuge Of Souls? bei dem es sich um ein Instrumental handelt. Ein klein wenig Abwechslung in der Mitte der Scheibe tut ja schließlich gut.

Bevor das Album nach seinen 54 Minuten Laufzeit endet bekommt man noch einen wohl bekannten Song einer anderen bekannten Band zu hören. Es handelt sich um Savage von Helloween. Allerdings gefällt er mir im Original wesentlich besser als in der hier vorliegenden Version. Man hätte vielleicht mehr seine eigene Note mit in das Stück bringen sollen, anstatt ihn einfach nach zu spielen. Er klingt gut und ist auch gut gespielt, allerdings reißt er im Vergleich mit der Helloween Version (und natürlich vergleicht man) nicht so sehr mit. Am Ende bleibt die Frage warum man so extrem lange nichts von Ancestral gehört hat. Falls sie einfach die Zeit brauchten um ein, für sie, gutes Album abzuliefern haben sie ihr Ziel nicht nur erfüllt sondern weit überschritten! Wenn das Jahr schon so gut anfängt, dann hoffe ich, dass es ebenso gut weiter geht.

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