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STARBLIND - Dying Son03.12.2015

STARBLIND - Dying Son

STARBLIND - Dying Son

verfasst von Kalle

Habe ich da gerade die richtige Band angeklickt oder mich vertan. Ich wollte doch keine ältere Iron Maiden Scheibe hören, sondern eigentlich das zweite Album von den Schweden von Starblind. Hmm... Also da scheinen sich die Musiker aber mal mächtig an den Briten bedient zu haben, was den Einfluss der Musik angeht. Ist gar nicht so übel, denn in der Power wie Starblind habe ich Iron Maiden auf den neueren Platten nicht erlebt. Der Nachwuchs kommt daher gar nicht so ungelegen. Und das die Band viel Energie beweist, zeigt sich durch die schnelle Produktion der zweiten Platte, die nur ein Jahr nach dem Debüt erscheint.

Wie komme ich eigentlich auf den Vergleich mit Iron Maiden? Nun, schon der Opener "A Dying Son" hat diese markanten Gitarrenklänge, die Iron Maiden auszeichnen. Das zieht sich durch die gesamten acht Stücke der Platte. Schuld daran sind die Gitarristen Björn Rosenblad und Johan Jonasson, die ihre Klampfen ähnlich der von Dave Murray und Adrian Smith, wie auch Janick Gers eingestellt haben. Sänger Mike Stark bringt dann noch das I-Tüpfelchen dazu. Seine Stimme erinnert stark an einen jungen und wilden Bruce Dickenson. Ich bin echt begeistert, wie sehr man mit seinem Sound einer Band ähneln kann, ohne sie zu Covern. diese Twin-Guitar Klänge lassen einen jeden Fan der New Wave Of British Heavy Metal dahin schmelzen.

Mit Starblind und ihrem zweiten Album bekommt ihr 80er Jahre Heavy Metal in feinster und erlesener Reinkultur. Kein Schnörkel, sondern professionelle Arbeit mit viel Leidenschaft zum Detail. Egal ob Screams, Drums, Gitarrenspiel oder einfach alles zusammen. Hier stimmt einfach jeder Ton und erzeugt ein Klangerlebnis, wie zu guten alten Zeiten. Ich wüsste auch keinen wirlichen Topsong zu nennen. Denn die Titel, mit so schönen Namen wie "Blood Red Skies", "Firestone" oder dem leicht Rock´n´Roll angehauchtem "The Man Of The Crowd" wissen komplett zu überzeugen. Fans von guten Rythmen und Melodien kommen hier voll auf ihre Kosten. Selbst das Sänger Mark selten von den hohen Tönen runter kommt, stört hier gar nicht. Es passt einfach wunderbar dazu.

Und was Starblind mit Iron Maiden ebenfalls gemeinsam haben, das ist die Länger mancher Songs. Drei Stücke der Platte gehen über fünf Minuten, ein Song über 7 Minuten und der letzte "The Land Of Seven Rivers Beyond" gar über elf Minuten. Und der letzte Track bietet wirklich für jeden Fan ein Hörspaß. Dieser lange Instrumentalpart aber der Songmitte... ich bin dahin geschmolzen. Die Vergleiche zu Iron Maiden lassen sich nicht ändern und man wird sie auch immer damit in Verbindung bringen, denn dafür ist ihr Klang zu nah am Original, doch es sind ihre eigenen Songs. Ob sie mal in die Fußstapfen der Originalen treten können? Potential wäre da. Meine Emfpehlung dafür hätten sie sicher. Gelungenes Album und ein Must Have für jeden Fan von gutem Heavy Metal alá Iron Maiden.

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