Review

NORDIC UNION - Nordic Union 11.01.2016

NORDIC UNION - Nordic Union

NORDIC UNION - Nordic Union

verfasst von Kalle

"Na sage Mal, die Stimme kennst du doch" - war mein erster Gedanke, als ich das Album im Player laufen lies. "The War Has Begun" nennt sich der erste Track und ich brauchte ein paar Sekunden, bis es wirklich Klick gemacht und ich die Stimme so richtig erkannt habe. Wie ich in einem anderen Review schon schrieb, lese ich mir die Bandbeschreibungen meist erst nach dem ersten Song durch, wenn der durchgelaufen ist. Aber hier musste ich einfach spicken, weil ich verdammig nicht auf den Namen kam. Und ihr kennt das, wenn man etwas auf der Zunge liegen hat und es dann liest, dann ist es so.. ja klar - hätte man gleich drauf kommen müssen. Wenn man die Pretty Maids oft genug gehört hat, dann kommt man an der Stimme schlicht nicht vorbei, denn sie gehört Ronnie Atkins.

Zusammen mit Erik Martensson (Gitarre / Bass / Keyboard) und Magnus Ulfstedt (Drums) bildet er das Projekt Nordic Union. Es ist eine kleine Musikkollaboration verschiedener Herren aus dem hohen Norden, die von Frontiers Präsident Serafino Perugino ins leben gerufen wurde. Es ist feinster Rock, der durch seine tollen Melodien besticht. Mein Ohrwurm der Platte ist schon der zweite Track "Hypocrisy". Die Hook setzt sich einfach im Gehör fest. Dazu das tolle Gitarrensolo und schon ist Kalle glücklich. Danach hätte für mich die Platte schon zu Ende sein können und ich hätte sie für gut befunden. Aber da kommen ja noch neun weitere Songs, was insgesamt elf Tracks macht, und somit noch mehr Genuss für die Ohren, oder?

Zugegeben, wenn man sich die Songnamen wie "Every Heartbeat", "When Death Is Calling", "21 Guns", "Falling", "The Other Side" oder "Point Of No Return" anschaut, dann kommt nicht gerade positive Stimmung auf, weil man sofort denkt, das hier düstere Tracks über die Themen wie Tod, Krieg und ähnliche Dinge auftauchen. Das zieht sich durch die gesamte Platte, aber wenn ich ehrlich bin, habe ich beim einfachen anhören nicht das Gefühl, das es hier um solch Themen geht. Eher erinnert mich der Klang mancher Lieder eher an Strand. Ich gehe da jetzt natürlich nur vom musikalischem Klang aus, denn der textliche Inhalt ist natürlich schon etwas anders. Die Songs haben alle ein gutes Tempo und fallen nicht ab oder werden gar eintönig. Man bekommt keine schlechte Laune durch die Songinhalte, sondern wird eher zum Nachdenken angeregt.

Ich kann es kaum beschreiben, weil die Songs fesseln musikalisch so sehr, das man oftmals den Text ausblendet. Das ist aber fatal, denn Ronnie Atkins singt brilliant und das mit so einer kräftigen Stimme... einfach toll.

Die Gastmusiker lesen sich auch nicht ohne, denn so manch Gitarrensolo wurde eben nicht von Erik eingespielt. Thomas Larsson, Fredrik Folkare und Magnus Henriksson steuern bei einigen Tracks ihre Künste bei. Das ist wirklich ein Album für Feinschmecker und Genießer und von mir eine klare Empfehlung für jeden Melodic-Hard-Rock Fan, der Ronnie Atkins seine Stimme liebt und qualitativ hochwertige Musik in seine Gehörgänge lassen will.


Tracklist:

01. The War Has Begun
02. Hypocrisy
03. Wide Awake
04. Every Heartbeat
05. When Death Is Calling
06. 21 Guns
07. Falling
08. The Other Side
09. Point Of No Return
10. True Love Awaits You
11. Go

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