Review

PYOGENESIS - A Kingdom To Disappear15.02.2017

PYOGENESIS - A Kingdom To Disappear

PYOGENESIS - A Kingdom To Disappear

von Matthias

Bands die auf hohem Niveau zwischen den Genres hin- und herwandern gibt es selten. Pyogenesis bewegen sich in dieser Kategorie und seitdem sie ihr Comeback nach 13 Jahren Pause feiern konnten, legen sie nun ein neues Album nach. A Kingdom To Disappear ist die zweite Platte nach der langen Pause und soll wieder mit Wechseln zwischen hartem Death Metal und straighten Rock Beats glänzen. Ob dem Quartett dieses Kunststück gelungen ist, könnt ihr in den folgenden Zeilen nachlesen.

A Kingdom To Disappear bietet insgesamt 9 Songs bei einer Spielzeit von 45 Minuten. Den Start macht das episch klingende Intro Sleep Is Good, welches durch Drums und Gitarren in Szene gesetzt wird. Doch dies ist nur die Vorbereitung für das, mit growligem Gesang eingeleitete, hart klingende Every Man For Himself And God Against All. Der Song verfällt dann zwar eher in eine rockige, hymnische Nummer, hat aber immer wieder Einschübe aus dem Death Metal-Bereich. Der Song ist wirkt dadurch dauerhaft mitreißend, hält eine hohe Spannungskurve und regt vor allem zum Headbangen an. Man brauch sich auch gar nicht die Mühe geben und das Kopfschütteln einstellen. I Have Seen My Soul lädt einen nämlich direkt wieder dazu ein. Zusätzlich ist der Song so eingängig, das man den Refrain spätestens nach einer Minute hören in den Ohren hat und da auch nicht mehr so schnell rausbekommt. Für mich eine der stärksten, wenn auch simpleren Nummern auf A Kingdom To Disappear. New Helvetia zeigt dann wiederum eine ganz andere Seite von Pyogenesis. Hierbei handelt es sich um eine Akustikballade der wundervollen Art, welche durch den mehrstimmigen Gesang ein besonderes Flair bekommt. Man möchte den Song wieder und wieder hören, da er Ruhe und auch irgendwie Lagerfeuerstimmung erzeugt. Machen wir jetzt weiter mit We (1848), einem Song den man wohl am ehesten in den Alternative Metal einordnen könnte. Schlagzeug und Gitarren treiben den Song nach vorne, halten das Tempo hoch und lassen uns eine weitere Facette von Pyogenesis ergründen bevor Blaze,  My Northern Flame wie eine Bombe einschlägt und in feinster Death Metal Manier durch die Boxen schallt. Auch hier bietet der Song Stimmungswechsel. Die immer wiederkehrenden Einschübe, welche mich etwas an Heaven Shall Burn erinnern wechseln sich mit ruhigeren Phasen und leiserem Gesang ab, wodurch der Song eine tolle Songstruktur erhält, bei der man immer wieder die Sekunden bis zur nächsten Tempophase herbeisehnt.

Man mag es schon herausgelesen haben: ich bin leicht begeistert von A Kingdom To Disappear. Das Album glänzt mit spannenden, abwechslungsreichen Songs und bietet eigentlich für jeden Metalliebhaber etwas. Wer sich diese Platte nicht anhört, ist selbst Schuld.

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