Metalfest 2012 Anreise und Warm-UpDie Dessauer scheinen nicht allzu sehr zu Ihrer Institution in Sachen harter Musik, dem Metalfest, zu stehen. Zumindest lässt sich das angesichts der fehlenden Ausschilderung und Bewerbung des Ereignisses in der Stadt vermuten. Dennoch lässt sich das Areal bei der Anreise leicht finden, wenn man zunächst den Ausschilderungen nach Industriegebiet West und dann zum Flugplatz folgt. Am Eingang zum Gelände muss der Besucher dann erstmal mit strengen Gepäckkontrollen des Kofferrauminhaltes durch Sicherheitskräfte rechnen: Gesucht und bei Fund konfisziert werden Glasverpackungen jeglicher Art und Waffen. Aufgrund der Akkreditierung von Kalle-Rock.de für das Festival wurden die Autoren jedoch auf einen eigenen Campingplatz mit eigener Zufahrt von der Rückseite des Geländes, welche etwas schwieriger zu finden ist, gelassen. Auf jenem Campingplatz im rückwärtigen Bereich beider Bühnen versammeln sich Pressevertreter, regionale Bands und sonstige VIP-Ticketinhaber.
Für diejenigen, die bereits am Mittwoch anreisten, gab es auch schon die erste Band zu hören, eine Coverband namens Cashley, die durchaus Party-Kompatibilität aber wenig Metal-Relevanz ausstrahlt. Die darauffolgende "Metal-Party" hat ihren Namen nicht unbedingt verdient, wurden doch passend zur vorherigen Band, eher Rockabilly-Nummern gespielt. Gegen Mitternacht war das Warm-Up dann beendet und es kehrte langsam Ruhe ein.
Der erste Tag - 1/4 Big Four als Headliner!!!
Das eigentliche Festival begann am Donnerstag auf der Main-Stage mit der Band Turbowolf, die als erste Band einen der undankbarsten Plätze auf der Running-Order einnehmen durfte. Sie machten ihre Sache gut und die Band wusste mit ihrem Retro-Rock durchaus zu begeistern und immerhin hatten sie noch trockenes Wetter. Weiter ging es auf der Hauptbühne mit Graveyard und Alestorm, die beide durch ihre jeweils sehr eigenen Stile zu begeistern wissen. Auf der kleinen Zelt-Bühne (Second Stage) spielten unterdessen u.a. Northern Eternity, die als aufstrebende Power-Metal-Band im Gedächtnis bleiben sollten. Bereits in diesem frühen Stadium wurde das kleine Manko des Festivals offenbar: wenn man möglichst viele Bands sehen wollte, hatte man eigentlich immer gut zu tun, zwischen beiden Bühnen hin und her zu pendeln. Dass man zwangsläufig mal eine Band verpasst, ist irgendwo unvermeidbar, wenn 2 Bühnen parallel bespielt werden und man sich entscheiden muss. Allerdings muss man den Organisatoren zugute halten, dass die Running Order weitgehend so gestaltet war, dass es versucht wurde zu vermeiden, dass Bands gleicher Stilrichtungen parallel spielten, so dass die Auswahl für Freunde bestimmter Spielarten erleichtert wurde.
Beispielsweise trifft das zu für die Band, die das erste Highlight des Tages setzen sollte, Lonewolf, welchen ihren traditionellen Heavy Metal auf der kleinen Bühne zeitgleich zu Moonspell auf der Hauptbühne spielten.
Irgendwann im Verlauf des Nachmittags setzte dann auch der Regen ein, der bis zum Abend zunächst als Sprühregen konstant das Festival begleitete, wodurch die kleinere Zweitbühne unter dem Zelt immer wieder mal Gelegenheit zum Zwischentrocknen bot.
Nach einem kurzen Blick auf die Black-Metaller von Nachtblut, ging es auf der Hauptbühne mit Legion Of The Damned weiter. Die Niederländer heizten der Meute mit feinstem Thrash-Metal ordentlich ein, der sich vor den ebenfalls auf dem Festival vertretenen Genre-Größen wie Death Angel und Kreator nicht zu verstecken braucht. Beileibe keine unbekannte Newcomer-Band mehr, sind die Jungs um die Gründungsmitglieder Maurice Swinkels (voc) und Erik Fleuren (dr) für den Autoren dieser Zeilen dennoch die Live-Entdeckung des ersten Festivaltages, die brachiale Power der Band geht so schnell nicht wieder aus den Gehörgängen - und den Nackenmuskeln.
Etwas Entspannung für diese konnte man sich im Anschluss bei den Doom-Rockern von Witchcraft auf der Zeltbühne gönnen, bevor es nach einer kleinen Pause mit Fueled by Fire wieder ordentlich in die Vollen ging. Die Amis spielen klassischen Thrash Metal allererster Güte und hätten eigentlich eher auf die Hauptbühne gehört. Hypocrisy, die währenddessen auf dieser spielten wurden unterdessen anderen zur Betrachtung und Beurteilung überlassen.
Bei verstärktem Regen ging es anschließend fast pünktlich um 21 Uhr auf der Hauptbühne mit einem der Headliner des Festivals weiter: der amerikanischen Hard-Rock-Legende W.A.S.P. Angekündigt als "Special 30th Anniversary Show" spielte die Band um Blackie Lawless allerdings das gleiche Set wie auf jeder anderen Festivalbühne in den vergangenen Jahren auch. Lediglich Video-Einblendungen kamen diesmal nicht zum Einsatz. Klassiker wie "On Your Knees" "Wild Child" oder "The Idol" wurden eingerahmt von einigen Stücken vom letzten Album, "Babylon". Auf die bekannten Vorwürfe teilweiser Playback-Darbietungen des Sängers soll hier nicht weiter eingegangen werden. Immerhin blieben einige grandiose Gitarren-Soli, wie bei der verlängerten Version von "The Idol" live zu bewundern.
Durch den Dauerregen gestaltete sich die anschließende Wartezeit auf den Headliner des ersten Festival-Tages, Megadeth, entsprechend langwierig. Dennoch konnte die Vorfreude, diese Band der Big 4 endlich mal wieder mit einem Headliner-Set zu sehen, nicht getrübt werden und so harrten die vor der Bühne versammelten relativ wenigen Fans auch geduldig bis weit über die geplante Beginn-Zeit hinaus aus, um die Band zu sehen. Technische Probleme verzögerten offensichtlich den Auftritt. Um kurz vor 23 Uhr ging es dann los und Mr Mustaine trat wortwörtlich ins Spotlight. Nach seinem Bekunden war man etwas von dem Regen überrascht, war die Band doch direkt aus ihrem heimatlichen Kalifornien angereist. Die Band spielte eine Mischung aus Klassikern und wenigen neueren Stücken von den letzten Alben, eingerahmt durch längere Ansagen von Mustaine. Der Sound war i.W. gut und druckvoll. Nach gut 65 Minuten war das Vergnügen gegen Mitternacht dann aber auch schon wieder vorbei und der erste Spieltag war auf der Hauptbühne beendet. Offensichtlich hatten Megadeth ihr geplantes Set von 75 Minuten etwas gekürzt, was wohl dem Regen und den technischen Problemen auf der Bühne geschuldet war.
Auf der Zeltbühne gab es im Anschluss noch die kanadischen Jungspunde von Skull Fist auf die Ohren, wobei es auch relativ voll war. Leider war deren Auftritt um kurz nach halb Eins auch schon zu Ende und das Publikum begab sich gen Campingbereich. Durch den anhaltenden Regen hielt sich die Partystimmung dort dann in Grenzen, man war auch etwas geschafft vom Band-Marathon des ersten Tages und begab sich allmählich in die hoffentlich regendichten Zelte.
Der zweite Tag - Polonaise und ein falscher Geburtstag
Der zweite Festival-Tag begann mit einer unverhofften Wetteränderung: der letzte Regen zog am späten Vormittag ab, dafür wurde es recht windig, was dem ein oder anderen Zelt gar nicht gut bekommen ist. Bandtechnisch das erste "must-see" am frühen Nachmittag waren Huntress, jene Band um Frontfrau und Ex-Playmate Jill Janus, welche seit einigen Monaten regelrecht gehypt wird und sogar in wenig Metal-affinen Massenmedien Gehör findet. Also nix wie hin, selbst ein Urteil bilden: Nach einer halben Stunde Spielzeit für die "Creatures of Germany" hat man eine handwerklich gut funktionierende und ordentlich losrockende Band gesehen, die aber nicht um Welten besser ist als andere Bands und daher wohl auch in nächster Zukunft (noch) keinen Headliner-Platz auf den Festivals einnehmen wird. Kurz rüber zur Zeltbühne und mal nach Asenblut geschaut, deren Mischung aus Black und Thrash mit deutschen Texten durchaus für eine deftige Abwechslung auf dem musikalischen Speiseplan gut ist.
Mit Interesse erwartete man inzwischen vor der Hauptbühne den Auftritt der Mittelalter-Spaßvögel von Feuerschwanz. Deren Auftritt war für den frühen Nachmittag recht gut besucht und die Band weiß es, das Publikum mit einzubeziehen, sei es durch das Auswählen einer Fee, die auch gerne männlich sein darf, oder die Verkostung von Getränken durch die "MAMA", die Multi-Automatische Mixgetränk-Abfüllanlage. Der Höhepunkt des Auftritts war allerdings eine vom Prinz Hodenherz angeführte Polonaise mit fast dem gesamten Publikum quer über den Festivalplatz vor der Hauptbühne. Nach diesem freudigen mittelalterlichen Sang und Tanze war es dann erstmal Zeit für ein ruhiges Bier auf dem Zeltplatz, da die nachfolgenden Bands auf beiden Bühnen der hier aus rein subjektiven Gründen weitgehend nicht betrachteten Kategorien Death Metal und Grindcore zugeordnet sind.
Weiter ging es dann vor der Bühne wieder mit Grand Magus. Die Schweden, die schon mit Größen wie Accept und Motörhead durch die Lande getourt sind, stellten einige Stücke von ihrem neuen, gerade erschienen Album "The Hunt" vor. Wieder mal eine traditionellere Band mit einem starken Auftritt im Gegenlicht der Nachmittags-Sonne. Anschließend wieder kurz rüber und noch das Ende des Sets von Emergency Gate betrachtet, die zwei Stücke machten jedenfalls Lust, mehr von der Band zu hören und hinterher wurden noch CDs durch den Frontmann persönlich unters Volk gebracht.
Auf der Hauptbühne wurde danach die Stunde der Wölfe eingeleitet, Powerwolf traten auf! Durch zahlreiche Package-Touren wie Power of Metal oder Wolfsnächte und Festivalauftritte in den letzten Monaten nahezu omnipräsent, ist es immer wieder spaßig, mit den Herren zu rocken, wenn auch der eine oder die andere sie langsam nicht mehr sehen kann. Dennoch, wie von den Wölfen gewohnt, ein klasse satter Sound und das ganz ohne Bassisten, da fragt man sich doch immer wieder, wie die das machen.
Als nächstes traten vor einer recht großen Menge die Schweizer Pagan-Metaller Eluveitie auf. Kürzlich erst mit dem Paganfest durch die Lande gezogen, konnte die Band für den ambitionierten Konzertgänger nichts Neues mehr bieten, dennoch die Massen spielend leicht begeistern, trotz einiger Sound-Probleme.
Eine echte Entdeckung gab es im Anschluss auf der Zeltbühne zu bewundern: My Sleeping Karma eine reine Instrumental-Stücke spielende Band aus dem Bereich Stoner/Doom-Rock, die mit ungewöhnlich langen, fast improvisionsartig daherkommenden Stücken überzeugen kann. Das ist doch mal die Abwechslung, die man sich auf solch einem Festival wünscht; neben dem Genuss der großen, bekannten Bands, weniger bekannte mit ebensolcher Spielfreude wie die großen zu entdecken! Das macht Hunger auf mehr. Apropos Hunger, während Behemoth auf der Hauptbühne spielten war es dann an der Zeit für was Selbst-Gekochtes auf dem Campground.
Derart gestärkt konnte der Endspurt des zweiten Festivaltages angegangen werden: die Headliner Edguy und Kreator waren angesetzt. Erstere spielten eine gute Mischung aus ihren bekannteren Stücken und recht viel Neuem vom aktuellen Album "Age Of The Joker". Der Platz vor der Hauptbühne war dabei erstaunlich leer geblieben. Frontmann Tobi war wie gehabt zu allerhand Scherzen aufgelegt und wusste dabei auch etwas Unerwartetes zu berichten: Mille, der Frontmann von Kreator habe an diesem Tag Geburtstag und alle sollten beim nachfolgenden Auftritt der Band nach dem dritten Stück ein gepflegtes "Happy Birthday" anstimmen. Gesagt getan, zumindest von denen, die bei beiden Auftritten zugegen waren - der Platz hatte sich nach dem Auftritt von Edguy noch deutlich gefüllt. Eine Reaktion gab es zunächst nicht, nach zwei weiteren Stücken, dann die Ansage von Mille, dass man das mit dem Geburtstag mal ganz schnell wieder vergessen könne, der Tobi würde das jedes Mal behaupten, wenn beide Bands zusammen spielen. Na, da hat doch der King Of Fools wieder mal ordentlich hin gelangt und das Volk veräppelt! Der Auftritt von Kreator war der insgesamt bis dahin beste und stimmigste des gesamten Festivals, ein großartiges Bühnenbild mit dem Artwork des neuen, soeben erschienen Albums, "Phantom Antichrist", dazu erstmals eine richtig ansprechende Lichtshow mit satten Farben und wohldosiertem Nebel. Zum Vergleich: Beim Headliner des Vortages, Megadeth war das auffälligste Lichtelement der Spot gewesen, der permanent auf Dave Mustaine gerichtet war. Dazu eine derbe knüppelnde Setlist mit dem Überknaller "Hordes Of Chaos" schon als zweitem Stück. Am Ende dürften, trotz der deutlich unter 10 Grad zurück gegangenen Temperaturen, die meisten ordentlich durchgeschwitzt gewesen sein.
Auf der Zeltbühne gab es als Absacker noch Swallow The Sun zu begutachten, deren Auftritt auch recht gut besucht war. Nach der totalen Abrissbirne Kreator konnte die letzte Band des Abends jedoch nicht mehr so richtig überzeugen und es galt, sich für eine kühle Nacht ins Zelt zurückzuziehen.
Der dritte Tag - Gewissensfrage in Sachen Headliner und Feiern mit Steelwing
Der dritte Tag war wettertechnisch wie der zweite - trocken und teilweise sonnig, aber nur mäßig warm. Durch die kurzfristige Absage der Band Krypteria wegen Krankheit bekam die erste Band des Tages, Strydegor, eine verlängerte Spielzeit zugebilligt und der Festival-Tag begann dafür etwas später. Die junge Band überzeugt mit ihrem von nordischen Mythen inspirierten Viking-Metal. Anschließend war es Zeit für ein gepflegtes Mittagessen beim Asia-Döner-Imbiss des Vertrauens abseits des Festivalgeländes. Gerade rechtzeitig zu Heidevolk war man zurück vor der Bühne. Wie gehabt, konnten die Niederländer mit ihrem auf holländisch vorgetragenen, mitreißenden Folk-Metal spielend leicht die Herzen (und Nacken) der Meute gewinnen.
Danach ging es weiter mit Steelwing, welche mittlerweile ihr zweites Album veröffentlicht haben. Die von zahlreichen Touren in den letzten Jahren bekannte Band hat nun ein neues Mitglied und ein leicht verändertes Bühnenbild mit Atom-Logo. Gleiches ziert auch das bemerkenswert enge Stage-Outfit von Riley, dem Frontmann der Schweden. Auch wenn es manchem hier ähnlich ergehen mag wie bei Powerwolf, dass er sie sich schon fast übergesehen hat, vermögen die Jungs doch immer wieder vollends zu überzeugen und man mag es ihnen gönnen, mit den diesjährigen Festival-Auftritten abermals neue Fans zu gewinnen.
Im Anschluss spielten auf der Zeltbühne Mindreaper, von denen jedoch nicht viel angesehen werden konnte, da gleichzeitig auf der Hauptbühne eine echte Metal-Legende zu Tische bat: Death Angel aus der Bay Area spielten auf und präsentierten ihr allererstes Album "The Ultra Violence" in Gänze. Eigentlich der Höhepunkt des ganzen Festivaltages; völlig unverständlich warum die Band schon so früh am Tage spielt und nicht als einer der Headliner. Zeit für ein gemütlich Bier am Zelt und dabei Dark Tranquillity mit einem Ohr zugehört, das letzte Drittel des Auftritts wurde dann doch noch vor der Bühne verfolgt; Geschmackssache! In Anbetracht der anderen Bands des Festivaltags konnten DT nicht voll überzeugen.
Als nächstes sorgten Ensiferum für weitere Abwechslung und es gab wieder mal ein paar Soundprobleme, die aber recht schnell beseitigt werden konnten. Direkt im Anschluss ging es auf der kleinen Bühne weiter mit Mystic Prophecy, die als die live-Enttäuschung des dritten Tages bezeichnet werden müssen. Wenn eine Band derart viele und darunter einige enorm gute Studioalben veröffentlicht hat, sollte sie es verdammt noch mal nicht nötig haben, "Paranoid" von Black Sabbath zu covern, um richtig Stimmung im Publikum zu erzeugen. Auch spielen sie derzeit fast nur neue Stücke, wodurch die ersten Alben völlig zu Unrecht sträflich vernachlässigt werden.
Nach einer weiteren kleinen Bierpause gab es auf der Hauptbühne Kyuss Lives! und auf der Zweitbühne Lake Of Tears zu sehen. Womöglich setzte spätestens dann langsam eine gewisse
Übersättigung nach so vielen grandiosen Bands in so kurzer Zeit ein, so dass man diese beiden hier, natürlich höchst subjektiv, als weniger interessant empfand. So ging es dann erstmal wieder Richtung Zeltplatz bzw. Catering-Bereich hinter der Bühne, wo es inzwischen eine weitere Attraktion zu bestaunen gab: angetrunkene Schweden - die Jungs von Steelwing hatten nach ihrem Auftritt ordentlich getankt. Das führte dazu, dass eines der Bandmitglieder von seinen Kollegen spaßeshalber in einer Mülltonne versenkt wurde. Nachdem man sich mit den Jungs noch ein wenig unterhalten hat, stand dann die Frage des zu betrachtenden Headliners an, welche man als regelrechte Gewissensfrage ansehen kann: In Extremo oder Brainstorm? Nun, die Entscheidung fiel entsprechend subjektiver musikalischer Vorlieben ganz klar für Brainstorm und jeder, für den die Entscheidung gleich ausfiel, sollte nicht enttäuscht werden. Die Band spielte zwar die gleiche Setlist wie bei der Tour mit Primal Fear im Frühjahr, aber dies trotz der deutlich zurück gegangenen Außentemperaturen mit einer derartigen Spielfreude, dass ein jeder sich richtig warm rocken konnte. Auch die Jungs von Steelwing, wollten sich diesen Auftritt selbst nicht entgehen lassen und waren im Publikum zu finden. Nach dem Ende dieses Konzerts konnte man dann noch den Rest von In Extremo wegen ihrer längeren Spielzeit auf der Hauptbühne stilgerecht bei einem Knoblauchbrot miterleben, abermals sollte sich die Entscheidung für den zeitgleichen Brainstorm-Auftritt als die Richtige bestätigen.
Das Kontrastprogramm dazu gab es dann noch für alle Nachteulen auf der Zweitbühne mit Akrea, welche einem aber bei dem Overkill an Bühnenprogramm mit über 35 (von 60) ganz oder teilweise gesehenen Bands an insgesamt drei Tagen nicht direkt im Gedächtnis geblieben sind.
Nach einer weiteren recht frischen Nacht mit Temperaturen um die 6 Grad war das Metalfest 2012 in Dessau Geschichte und es wurden allerseits die Zelte abgebaut und die Heimreise angetreten. Leider war es dieses Jahr nicht sehr gut besucht, was sicher im Zusammenhang mit der Erweiterung durch das Metalfest Loreley steht. Bleibt zu hoffen, dass es auch 2013 in Dessau ein Metalfest mit vielen hochkarätigen Bands geben wird, die Location könnte nicht besser sein. Metalfest 2013 ? gerne wieder!